Buchtipps vom Buchsegler

Von | 12. Juli 2014

Die Sommerferien haben begonnen. Der eine fährt nach Malaga, der andere nach Mecklenburg-Vorpommern, allen Reisenden ist gemein, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von Habseligkeiten mitschleppen können. Vor allem Bücher fallen stark ins Gewicht. Welche Bücher sollte man für seine Kinder trotzdem mit in die Ferien nehmen? Und was macht auch zu Hause Spaß? Wiebke Schleser, Betreiberin der Kinderbuchhandlung Buchsegler, hat wieder Tipps für den Florakiez zusammen gestellt.

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Flaschenpost von Mathias Jeschke

Für Kinder bis sechs empfiehlt Schleser die „Flaschenpost“ von Mathias Jeschke (Text) und Katja Gehrmann (Illustration). Erzählt wird die Geschichte eines norwegischen Jungen, der eines Tages auf die Idee kommt, eine Flaschenpost ins Meer zu werfen. Jahrelang ist der Brief unterwegs, bis ihn dann ein Fischer aus dem Norden des Landes im Netz findet. Wie auch noch nach so langer Zeit eine Brieffreundschaft entstehen kann, bebildert dieses Buch (Hinstorff Verlag, 32 Seiten, 14,9o Euro).

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Die Riesenbirne von Jakob Martin Strid

Für Kinder zwischen vier und sechs Jahren, die einer Geschichte schon auf längeren Strecken aufmerksam folgen können, empfiehlt Schleser „Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne“ von Jakob Martin Strid (Text und Illustration, Übersetzung: Sigrid C. Engeler). Auch in diesem Buch geht es zu Anfang um eine Flaschenpost. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre Kinder plötzlich die PET-Flaschen in die Ostsee werfen, sondern kaufen sie eine Glasflasche und einen Bleistift zum Nachmachen. Die Riesenbirne aus dieser Geschichte ist mehr als eine Frucht, sie dient reisenden Kindern als Vehikel zur Erkundung der Welt (Boje Verlag, 14,99 Euro, 112 Seiten).

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Kiste

Erstleser können sich mit „Kiste“ von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter vergnügen. Es geht um einen Jungen, der ein Kiste findet und mit nach Hause bringt. Das Besondere an ihr: Sie lebt und bastelt sogar gern. Was man damit alles machen kann! Das Buch ist übrigens ein Comic, so dass es genauso viel zu sehen wie zu lesen gibt (Reprodukt, 72 Seiten, 14 Seiten).

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Funke-Erzählband

Wer kleinere und größere Kinder dabei hat, und beim Gepäck sehr aufs Gewicht achten muss, fährt mit „Cornelia Funke erzählt“ gut. Hier sind mehrere spannende Geschichten der „Tintenherz“- und „Hände weg von Mississippi“-Autorin versammelt, so dass es abwechslungsreiche Lektüre bietet (Loewe Verlag, 200 Seiten, 7,95 Euro).

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Schattenbande

Kinder ab zehn werden mit der „Schattenbande“-Reihe von den Autoren Frank M. Reifenberg, Gina Mayer und Gerda Raidt glücklich. Viel im Buch „Die Schattenbande legt los!“ erinnert an Erich Kästner, denn die vier Freunde treiben sich im Berlin der 20er-Jahre herum. Das könnte leicht nachgemacht wirken, tut es aber nicht, meint Schleser. Während die Kinder beim Lesen etwas über Geschichte lernen, können sie auch mitunter in den Ferien aufkommendes Heimweh kurieren (240 Seiten, bloomoon, 12,99 Euro).

 

 

 

2 Kommentare zu “Buchtipps vom Buchsegler

  1. Mathias Jeschke

    Liebe Buchhandlung, ich freue mich natürlich sehr über die Empfehlung, herzlichen Dank! Empfehle aber, das Buch erstmal zu lesen und es dann nachzuerzählen, damit nicht – wie hier – so ziemlich alles falsch ist… Herzliche Grüße und einen schönen Urlaub allen! Mathias Jeschke

    1. Natalie TenbergNatalie Tenberg Post author

      Lieber Herr Jeschke, der Fehler liegt wahrscheinlich eher bei mir als beim Buchsegler. Mögen Sie uns als Autor kurz den Inhalt erzählen? Das wäre doch noch besser als eine Berichtigung von uns. Mit freundlichem Gruß, Natalie Tenberg

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