Viele schöne Eckhäuser

Von | 23. März 2015

An den Reaktionen auf den Beitrag über die aus meiner Sicht missratene Ecke Heynstraße/Brehmestraße lässt sich ablesen: Die Geschmäcker sind verschieden. Grund genug, noch einen draufzulegen. Denn wie ich finde, gibt es im Kiez einige gute Beispiele für gelungene Eckhäuser. Selbstbewusste Häuser, die etwas aus der „Situation Ecke“ machen und die Gegend schmücken. Und ja: Ob man Kondor Wessels gut findet oder nicht, die Floragärten sind auch dabei. Wieder ganz subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Hanno Hall
Hanno Hall

Lebt seit 1997 in Berlin und seit 2010 im Kiez. Verantwortet n-tv.de und die n-tv Apps. Interessiert sich für Baustellen, Flughäfen und Politik. Geht zu Fuß, fährt Rad, BVG und Auto.

5 Kommentare zu “Viele schöne Eckhäuser

  1. Stef

    Ich weiß noch wie vor ein paar Jahren die blanke Panik ausbrach, weil für Google „street view“ und „maps“ die Häuser fotografiert wurden. Man hätte ja sehen und sich bloßstellen können, dadurch welche Gardinen man hat. Was auf Panikmache fußte und etwas kleingeistig wirkte, wird jetzt nachgeholt.

    Einige Häuser auf euren Fotos waren bzw sind auch dabei. Auch wenn das Einzugsgebiet eurer Website etwas kleiner ausfällt. Danke fürs nachholen 🙂

  2. André

    Schöne Sammlung. Könntet Ihr vielleicht als Kontrast noch die graue (sorry, anthrazitfarbene) Ecke Heyn-/Brehmestraße dazusetzen? Dann hätten wir den direkten Vergleich.
    Danke!

  3. Thonik

    Dat sieht ja allet janz dufte aus, wa! Un Ecke Duseke mit Drachen och dabei, janz aktuell. Natürlich meen Favorit. Ne runde Ecke, Supa!

  4. Hans Mayer

    Die Häuser der Jahrhundertwendezeit findet man heute schön. Man sollte aber nicht vergessen wie verhasst diese zwischenzeitlich waren. Als in der Nachkriegszeit der Stuck abgeschlagen wurde, stieß das auf keinen nennenswerten Widerstand in der Bevölkerung, sondern man fand das allgemein vernünftig und auch nur weil im Einzelfall kein Abriss möglich war. So volatil ist die Wahrnehmung des Menschen. Die Floragärten versuchen die alten Häuser nachzuahmen, erreichen dies aber weitgehend mit Nachbildung aus Styropor. Ich kann mich erinnern, wie hier im Forum über das böse Styropor zu recht geschimpft wurde. Hier zeigt sich wie problematisch das Zitat historischer Baustile ist auch wenn es auf den ersten Blick gefälliger wirkt. Ich halte diesen nachahmenden Zuckerbäckerstil dennoch für legitim wenn auch nicht besonders interessant, aber ich bin froh, dass es auch andere Versuche gibt aktuelle Bauaufgaben zu lösen. Ich meine es ist eine Frage des weiten Blicks mit Vielfalt zurechtzukommen. Hier im Forum fehlt dieser gelegentlich.
    Die modernen Häuser der zwanziger Jahre an der Ecke Duseckestrasse sind in der Tat fantastisch und es ist tatsächlich bedauerlich, dass diese Qualität bei Bauten der Gegenwart zumindest in Pankow unerreicht ist obwohl diese Formensprache ohne weiteres unter heutigen Voraussetzung umsetzbar wäre ohne das man zwanghaft Ornamente aus Schaumstoff anbringen müsste. Ich fürchte allerdings auch, würde man sie heute neu bauen, würde man sie hier im Forum trist und bösartig finden. Viele Zeitgenossen damals haben das so empfunden. Der Mesch braucht Zeit um sich an neues zu gewöhnen. Diese Zeit sollte man auch den echten Neubauten heute geben.

    1. Andre

      Die „neuen“ Häuser werden höchstwahrscheinlich diese Lebensdauer welche die schönen Häuser haben nicht erreichen.

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