Fundstück: Nachbarn

Von | 15. Mai 2016

Lautlos streift die Fähe durch die Heynstraße, umschleicht eine Mülltonne, läuft weiter, buddelt etwas aus, legt sich hin und nagt. Es scheint nicht zu schmecken, ruhelos läuft sie weiter, hin und her. Hager sieht sie aus, Angst hat sie nicht. Anders ihre Kinder. Nur zögerlich wagen sich zwei flauschige Welpen aus einem Gebüsch, erstarren vor einem Fußgänger und huschen plötzlich wieder unter eine Baracke.

Wenn es dunkel ist und der Florakiez schläft, fängt die Fähe an zu bellen. Sie sitzt auf einer Grünfläche. Es klingt wie ein Hund, der gequält wird, doch es ist zu gleichmäßig, minutenlang. Ein trockenes, lang gezogenes Bellen, das Anwohner weckt, die Flugzeuge nicht mehr hören. Fenster schlagen zu.

Wenn Sie auch Bilder von Füchsen im Florakiez gemacht haben, können Sie uns diese gerne für eine Bildergalerie auf florakiez.de schicken.

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Ein Fuchs geht zur Kita

Cathrin Bonhoff
Cathrin Bonhoff

Arbeitet als Journalistin + Sprecherin beim rbb und anderswo. In Berlin wohnt sie seit ihrem 3.Lebensjahr, im Kiez seit 2012.

6 Kommentare zu “Fundstück: Nachbarn

  1. Mafu

    Sie oder ihre Artverwandte saß vorgestern vor unserem Kaninchenstall.

    1. jetztvonhier

      na ja – Kleine säugen und nix zu futtern….und Kaninchen….. – – ich frage mich sowieso, wie die Tiere hier überleben….deshalb meine Frage…

  2. jetztvonhier

    …gestern sah ich sie bei der Kita Zipfelmütze…..sie ist wirklich sehr mager….. – – sollte….kann….. darf man da etwas tun? ich meine Futter…..

    1. André

      Die Füchslein halten uns bestimmt die eine oder andere Ratte vom Leib.

  3. Oliver Schmerwitz

    Auszug vom Senat:
    Bei unbeabsichtigten Begegnungen mit einem Fuchs gilt: Ruhe bewahren und dem Tier einen Fluchtweg freilassen. Füchse sind Wildtiere und sollen es auch bleiben! Erst durch Fütterung können sie „halbzahm“ und dann eventuell zur einem „Problem“ werden.

    Deshalb ist das Füttern und Halten der meisten Wildtiere, so auch von Füchsen generell verboten;
    nach dem Landesjagdgesetz können dafür bis zu 5.000 Euro Geldbußen erhoben werden.
    (§ 41 Abs. 1 BNatSchG und §§ 34 / 50 LJagdG Bln)

    Auch Tollwut ist kein Thema mehr.
    Ich bin Ihnen auch schon häufiger begegnet und finde sie nicht zu dünn.

  4. Unwichtig

    Montag früh um eins lief ein Fuchs humpelnd die Florastraße lang, gefolgt von einer Katze.
    Und in der Dolomitenstraße traf ich einen Marder.

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