Volles Haus bei der Elefantenrunde

Von | 11. September 2016
Elefantenrunde 2016

Sören Benn, Jens-Holger Kirchner, Moderator Markus Kamrad, Torsten Kühne und Rona Tietje

Den Einschulungsfeiern und dem tollem Sommerwetter zum Trotz war die Elefantenrunde im Florakiez am Samstag sehr gut besucht. Im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Zimmer 16 nahmen über 60 Pankowerinnen und Pankower die Kandidaten für das Amt des Bezirksbürgermeisters unter die Lupe.

Der Stimmzettel

Rona Tietje (SPD), Baustadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne), Sören Benn (Linke) und der Stadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice Torsten Kühne (CDU) stellten sich 90 Minuten lang den potentiellen Wählern vor, berichteten über ihren Werdegang und darüber, was auf ihrer politischen Agenda steht.

Einig sind sich alle vier im Lob über den Florakiez als attraktive, lebendige Wohngegend mit schönen Häusern, engagierten Bürgern, viel Grün und guter Verkehrsanbindung. Auch die Probleme sehen die Konkurrenten ganz ähnlich: Zu viel Autoverkehr, zu wenig Radwege, stark steigende Mieten und Verdrängung, zu wenig Schulplätze und eine Infrastruktur am Rande der Überlastung. Auch bei den Lösungsvorschlägen liegen die Politiker dicht beieinander: Alle wollen sie weniger Autoverkehr, das Radwegenetz ausbauen, mehr Wohnungsbau, eine weitere Verdichtung, einen größeren Anteil an Sozialwohnungen, eine bessere und schnellere Verwaltung sowie mehr Schulen. Sören Benn zeigte sich am angriffslustigsten und verwies darauf, dass selbst geförderte Sozialwohnungen für 6,50 Euro Kaltmiete für Hartz 4-Empfänger zu teuer sind.

Das dominante Thema der Diskussion war der Komplex Wohnungsbau und Mieten. Anwohner aus der Florapromenade machten ihren Unmut über das Projekt der Gesobau am Mühlenspielplatz deutlich. Kritik gab es auch an der geplanten Bebauung der Elisabeth-Aue im Norden Pankows.

Eine Wahlempfehlung folgt aus der Diskussionsrunde nicht.  In der Abschlussrunde nannten die Kandidaten ihre persönlichen Stärken. Jede Wählerin und jeder Wähler muss nun für sich entscheiden, ob sie oder er beim Kreuzchenmachen für die Bezirksverordnetenversammlung Pankow eher auf „Ausgleichendes“ (Tietje), „Erfahrung“ (Kirchner), „Soziales“ (Benn) oder „Modernisierung“ (Kühne) setzt, welcher Bewerber am sympathischsten oder überzeugendsten herübergekommen ist oder ob letztendlich doch die Parteizugehörigkeit den Ausschlag gibt.

 

In diesem Jahr werden die Zahlen anders aussehen.

Ein Kommentar zu “Volles Haus bei der Elefantenrunde

  1. A.

    Vielen Dank an florakiez.de, dass Ihr diese Informationsrunde organisiert habt! Ich war dabei und habe mir ein Bild der Spitzenkandidaten machen können. Und wahrscheinlich werde ich meine Wahl durch diese Veranstaltung auch anpassen 😉
    Für die Zukunft hätte ich noch zwei Anregungen. Mir persönlich war der Teil, in dem Fragen gestellt werden konnten, zu kurz. Da könnte man ruhig den Einstiegsteil kürzen. Zum anderen fände ich eine Diskussion zwischen Bürgern und Wahlkandidaten interessanter als nur die Möglichkeit, Fragen zu stellen. So erfahren nicht nur die Bürger etwas von den Kandidaten, sondern auch umgekehrt. Und das finde ich sogar wichtiger.
    Ansonsten bin ich froh, dass es diese Art der Informationsmöglichkeit gegeben hat und hoffe, dass dies der Start von mehr Veranstaltungen dieser Art war. Spätestens nächstes Jahr im Herbst gibt es ja wieder eine Wahl…

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