Der U-Bahnhof Pankow im neuen Look

Von | 13. Oktober 2018

Ist das eine Verbesserung?

Fast könnte man meinen, das Festival of Lights wäre im U-Bahnhof Pankow angekommen. Doch es ist keine Lichtprojektion – sondern eine simple Folie, die gerade verklebt wird und den Graffitis den Kampf ansagen soll.

Von 2014 und doch aktuell

Es war auch zu einfach: Einmal mit der Sprühdose Rolltreppe fahren und sein Kürzel auf den Fliesen hinterlassen. Das ging schnell, unauffällig und war vor allem beliebt, weil die Tags einen bleibenden Eindruck hinterließen. Kein noch so scharfes Reinigungsmittel konnte die Kritzeleien vollkommen beseitigen, die Farbe wurde förmlich von den sandfarbenen Fliesen aufgesogen. Die Radikalmethode hieße, die Kacheln abzuschlagen und neu zu fliesen … bis der nächste „Künstler“ Rolltreppe fährt. Das hat die BVG nicht gemacht und dementsprechend sah der U-Bahnhof Pankow auch aus.

Jetzt also die kosmetische Lösung per Folie, die schon 2014 angedacht wurde und bereits auf anderen Bahnhöfen erfolgreich eingesetzt wird. Aber dieses Mal sollten es keine Baum- oder Tiermotive sein, sondern etwas Anderes. Ungewöhnlich dunkel ist es geworden. Laut BVG-Sprecherin Reetz fahren die Menschen eh nicht so gerne unter die Erde, da sollten die Bahnhöfe eigentlich hell sein. So wird das neue, verklebte Muster auch noch angestrahlt. Der Bahnsteig selbst soll verschont bleiben, „schließlich kommt man an die Wände hinter den Gleisen eh nicht ran.“ Aber beide Zugänge bekommen den neuen Look.  Bleibt die Frage: sinnvoller Pragmatismus oder traurige Kapitulation?

19 Kommentare zu “Der U-Bahnhof Pankow im neuen Look

  1. Max Müller

    Wenn hinter den Gleisen gesprayt würde, löste sich das Problem wohl mittelfristig selber – painteur flambee.

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    1. Andrea L.

      Hallo zusammen,
      alles gut und schön … warum eigentlich nichts Neues … ABER … die erste Folie löst sich bereits und sieht hässlich aus.
      Schade um das schöne Geld. Und das ganze Umfeld ist immer noch BESCHEIDEN.

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  2. B.

    Ich mag das Motiv nicht, aber die Folie ist leider notwendig. Die schwarzen Schafe bestimmen durchweg unser Leben, sonst gäbe es keine Gesetze.
    Am Durchgang zur S-Bahn hängt die Folie auch schon. War natürlich sehr schnell wieder vollgesprüht. Aber mittlerweile ist sie wieder sauber gewischt. Wir werden sehen, wer den längeren Atem hat. Die Sprayer oder die Putzkolonnen von BVG/S-Bahn.

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    1. Max Müller

      Es gibt ja sicher Videoüberwachung, man könnte mal schauen wann die Sprüher bevorzugt unterwegs sind und
      mal ein paar Abende ein kleines Putzkommando vor Ort stationieren und den Bengeln die Ohren
      langziehen und anschliessend ihre Werke selber wegputzen lassen.

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  3. Andrea

    ja, ich finde diese Folie gruselig, dieses schwarz ist richtig beängstigend. Als ich in den alten Eingang ging und dieses schwarz plötlich da war, hatte ich das Bedürfnis ganz schnell weg hier, echt. Also wirklich, dies schwarz ist nicht gut, reicht doch schon dieses olle schwarze Haus vor dem Bahnhof, alles sehr bedrückend.

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  4. Hans Jürgen Ottmar

    Ich finde die neue Folie besser als gar keine. Auch ist das Motiv gut und modern gewählt, eine U-Bahn Station ist nunmal kein Zoo oder Bilderbuch.
    Außerdem ist der Schreibstil der Autorin schrecklich. Wirre Sätze,selbst interpretiere Implikationen und eine offene Meinung sprechen nicht für einen journalistischen Beitrag sondern für einen Kommentar.

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  5. Andre

    Na ist doch schick, aber Sprayer wirds nicht abhalten, also wird weiter geputzt 🙂

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  6. Hans

    Wenn die Artikel nur die eigene Meinung repräsentieren, sollte das bitte gekennzeichnet werden. Schade um die Zeit. Der Artikel ist sehr schlecht geschrieben und der Informationsgehalt nahe null.
    Ich bin hier um aktuelle Informationen über den Florakiez zu lesen und nicht für die persönliche Meinung von Frau Bonhoff.

    Ich habe es nicht live gesehen, aber kann man ja erst mal auf sich wirken lassen und schöner als vorher ist es definitiv. Wenn es so viele so schrekclich finden, dann teilen Sie dies doch der BVG mit oder schlagen einen Atlernativvorschlag vor. Es wird nie allen zusagen.

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    1. Eysenbeiss

      Dann lies es einfach nicht, aber scheinbar ist solch ein Gedankengang für Wichtigtuer nicht möglich.

      Keine Informationen? Dummer Satz, denn es war alles enthalten, was wichtig war, Gründe und Vorgehensweise, was will man mehr?

      Vielleicht erst mal selbst die eigene Voreingenommenheit in den Griff bekommen und sich nicht so wichtig nehmen, dann wird das vielleicht mal was.

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    2. Klare G. Dacht

      Hm, was ist denn die persönliche Meinung von Frau Bonhoff Ihrer Meinung nach? Für mich hat das durchaus Informationswert. Um immerhin traut sich Frau Bonhoff mit ihrem richtigen und vollen Namen unter die Leute. Anders als wir zwei Helden, Hans.

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  7. Hans Wurst

    Alles ist besser als jeden Tag die „Kunstwerke“ betrachten zu müssen.

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  8. André

    Mir gefällt der neue Look.
    Dass ihn mache bedrückend finden, ist schade. Hoffentlich bessert sich das mit der Gewöhnung.

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  9. Leser

    @Hans: Ich bin nicht hier um schlechtgelaunte Kommentare der Florakiezleser zu lesen. Informationsgehalt nahe null. Außerdem finde ich deine Anspruchshaltung wirklich nicht angebracht. Florakiez.de ist ein ehrenamtliches Projekt. Also einfach nicht lesen, wenn es den Ansprüchen nicht genügt.

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  10. Friedhelm Pörner

    Meine Güte! Der Eintrag ist kurzweilig und hinreichend informativ. Für einen Blogeintrag völlig angemessen. Ach, und immer wieder schön, wenn die „Kritiker“ selbst nicht mal Rechtschreibung und Grammatik beherrschen.

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  11. Uwe K.

    Richtig, Friedhelm! Der „Kritiker“-Text strotzt vor Sprach-, Rechtschreib- und Interpunktionsschnitzern.
    Außerdem erlaubt sich der Mann eine Meinung zum neuen Look des U-Bahnhofs, obwohl er ihn, wie er selbst bekennt, „nicht live gesehen“ hat. Er sollte sich bei Frau Bonhoff, deren Beitrag sehr informativ ist, entschuldigen.

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  12. Poltergeist

    Bitte nicht füttern!
    Derartige Kommentare, wie vom „Kritiker“, stammen in aller Regel von Leuten, die damit die Harmonie stören wollen, um sich selbst zu bespaßen.
    Trolle gibt es anscheinend wirklich überall. Haben zu viel Zeit oder keine sinnvolle Beschäftigung.
    Im Gegensatz zum großartigen Blog-Team von florakiez.de

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  13. Kenny

    Ich suche gerade den „Kritiker“-Text, leider vergeblich.
    Den obigen Textinhalt der Themen-Erstellerin finde ich persönlich gar nicht schlecht, zumindest besser als einige hier empfinden.
    Ob die aufgebrachte Folie jetzt harmonisch oder stimmig ist sein dahingestellt, ist reine Geschmackssache. Die „Grafiken“ oder „Designs“ der Sprayer waren gesamtoptisch bestimmt nicht besser. Weshalb sich ein Inhalt des Filmes „Beat Street“ von 1984 hierzulande immer noch etabliert, erscheint in diesem Zusammenhang unverständlich. Gemeint sind damit natürlich die Sprayer.

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  14. Max Müller

    Man muss auch mal die Begriffe auseinanderhalten: das was dort gesprayt wurde waren keine Graffiti, sondern tags.
    Graffiti sind aufwendige Bilder, die oft auch sehr dekorativ sein können.

    Tagger sind die Leute die überall ihre Namenskürzel hinsprühen, und teilweise auch Gang-Markierungen, was die Sache noch problematischer macht.

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