Franz – schmale Tür, breites Angebot

Von | 31. Januar 2014

Während des Umbaus hatten Franz Uwe Feindt und Marita Blom schon zum Baustellenkaffee geladen, nun geht es in die zweite Phase. Das Franz in der Florastraße 25 in Pankow ist fertig. Gemütlich ist es geworden. Gold, weinrot und hellgrün bestimmen die Optik und es ist erstaunlich, wie viele Tische in den kleinen Raum passen. Das war vorher anders.

Das Ergebnis von rund 4 Wochen Arbeit

Jetzt kann man hier frühstücken mit Rührei und Panini; mittags gibt es eine Auswahl an verschiedenen Suppen, Quiche und kleineren Gerichten, leicht, mit asiatischem Einschlag. Wer es deftig mag, findet auch Hausmannskost auf den Tafeln. Der Pfefferminztee ist frisch, der Kuchen selbstgebacken und warten muss man auch nicht lange.

Das Essensangebot wechselt

Noch im Februar wird es eine Abendkarte mit wechselnden Gerichten geben (Phase 3), und bis dahin ist vielleicht auch das Alkoholproblem gelöst. Denn noch hat das Franz keine Konzession. Dabei schien alles ganz einfach. Die Lebensmittelaufsicht war zuerst da. Die Ausstattung von Küche und Gastraum wurde besprochen; eine Konzession sahen die Kontrolleure als nicht problematisch an. Ganz anders das Bauamt: Nein, erst müsse ein Bauantrag gestellt werden und überhaupt sei die Eingangstür 5 cm zu schmal. Was die Breite einer Tür mit einem Glas Wein zu tun hat, wurde nicht erklärt.

So experimentieren die erfahrenen Gastronomen Feindt und Blom jetzt mit Getränken ohne Alkohol. Fruchtschorlen werden mit Aperitifessig, wie Roter Weinberg Pfirsich aufgepeppt und bereits in den kommenden Tagen wird alkoholfreier Wein aus Franken eintreffen. Ein Experiment mit offenem Ausgang. Alles andere kann jetzt schon reinen Gewissens empfohlen werden.

 Zebra-Cheesecake
 Franz
Florastraße 25
Dienstag bis Samstag 10 – 22.30 Uhr
Sonntag 11 – 20 Uhr
Cathrin Bonhoff
Cathrin Bonhoff

Arbeitet als Journalistin + Sprecherin beim rbb und anderswo. In Berlin wohnt sie seit ihrem 3.Lebensjahr, im Kiez seit 2012.