Zu schnell auf der Florastraße? Bezirk machtlos

Von | 6. Oktober 2014
Der Verkehr tost...

Der Verkehr tost…

Der Verkehr auf der Florastraße nervt die Anwohner. Hier fahren viel zu viele Autos und viele fahren viel zu schnell. Wenn Tempo 30 eingehalten würde, wäre die Situation erträglicher. Das hat auch die Politik gemerkt und die Verkehrsbelastung zum Thema einer kleinen Anfrage an das Bezirksamt gemacht.

Der Bezirksverordnete Roland Schröder (SPD) wollte wissen, „welche Möglichkeiten der Geschwindigkeitsbegrenzung sieht das Bezirksamt im Florakiez, insbesondere auf der Florastraße?“ Die etwas missverständliche Frage wurde mit sinngemäß mit „keine“ beantwortet. Ganz genau teilt Umweltstadtrat Kühne (CDU) in seiner Antwort mit: „Die Florastraße ist zwischen Wollankstraße und Berliner Straße auf 30 km/h ganztägig begrenzt. In sämtlichen Nebenstraßen gilt ebenfalls Tempo 30. Weitere Möglichkeiten sieht das Bezirksamt nicht.“ Vermutlich wollte Schröder eigentlich herausfinden, was für die Einhaltung der schon seit Jahren bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzung getan werden kann.

...und die Schilder werden ignoriert.

…die Schilder werden ignoriert.

Ernüchternd ist auch die Auskunft in Sachen Radarfallen. Denn im ersten Halbjahr des laufenden Jahres haben im Florakiez nur viermal Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei stattgefunden. Die letzte am 7. Juni zwischen 10.25 Uhr und 14.55 Uhr. Pankow hat laut Köhne praktisch keine Handhabe, um die Frequenz zu steigern. Denn „das Bezirksamt kann lediglich bei der Polizei zwecks Kontrollen nachfragen. Es bestehen sonst keine Möglichkeiten, Einfluss auf die Häufigkeit von Geschwindigkeitskontrollen zu nehmen.“

Für die westliche Florastraße wird der neue Zebrastreifen ein wenig Abhilfe bringen und immerhin das Überqueren erleichtern. Gegen Lärm und Gestank hilft das aber nichts. Wenn etwas Grundsätzliches geschehen soll, müssen sich die Bürger engagieren und der Politik immer wieder auf die Füße treten.

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Hanno Hall
Hanno Hall

Lebt seit 1997 in Berlin und seit 2010 im Kiez. Verantwortet n-tv.de und die n-tv Apps. Interessiert sich für Baustellen, Flughäfen und Politik. Geht zu Fuß, fährt Rad, BVG und Auto.

4 Kommentare zu “Zu schnell auf der Florastraße? Bezirk machtlos

  1. Christoph Liebers

    Es wäre schon ein Anfang, wenn wir BewohnerInnen des Florakiezes in der Florastr. und den umliegenden Straßen konsequent 30 km/h fahren, Bussen die Vorfahrt lassen, RadfahrerInnen nicht „schneiden“ und Kindern einen halbwegs sicheren Überweg gewähren würden. Die Zahl der „ZuschnellfahrerInnen“ würde sich so schon einmal reduzieren, manch einem „Transitreisenden“ wäre es ein Vorbild, dass er sich zu Herzen nimmt und notorischen RaserInnen wäre der Schnellflug verhagelt und die Strecke damit nicht mehr attraktiv . Fangen wir doch gleich mal damit an. Manch eine(r) wird sich wundern, wie langsam 30 km/h erscheinen – und wieviel aufmerksamer man alle TeilnehmerInnen im Blick hat!

    1. tut nichts zur Sache

      Bitte nicht vergessen: „Wir RadfahrerInnen fahren nicht auf dem Gehweg“

  2. Thonik

    … Das Modellprojekt Begegnungszohne Florastrasse ist dann wohl vergessen oder gescheitert? Im März 2012 hieß es noch: „Fünf Berliner Straßen sollen Begegnungszohnen werden und damit Teil eines Modellprojektes. Pankow schickt die Florastrasse ins Rennen. „. (S. Prenzlauer Berg Nachrichten vom 12.3.2012). Das wäre einmal ein für unsere Straße interessantes Projekt gewesen.

  3. tut nichts zur Sache

    Einfach öfter die Polizei nerven (Abschnitt 13 oder Direktion 1 ZA/VkD 1)!

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