Subjektiv: Schön ist anders

Von | 17. Februar 2015

Heynstraße Ecke Brehmestraße

Die Baugruppe Himmel & Erde auf dem früheren Famos-Gelände nähert sich der Vollendung. Fünf Architekturbüros haben insgesamt sechs unterschiedliche Gebäude entworfen. Über Geschmack soll man eigentlich nicht streiten, aber diese exponierte Ecke hätte ein schöneres Haus verdient. Farbe, Form, Material – mir gefällt es nicht. Der Rest des Projekts ist besser gelungen.

Hanno Hall
Hanno Hall

Lebt seit 1997 in Berlin und seit 2010 im Kiez. Verantwortet n-tv.de und die n-tv Apps. Interessiert sich für Baustellen, Flughäfen und Politik. Geht zu Fuß, fährt Rad, BVG und Auto.

19 Kommentare zu “Subjektiv: Schön ist anders

  1. Erik

    Absolut furchtbar hässlicher Klotz. Wir sind neulich an einem regnerischen Abend an dem Gebäude vorbei spaziert und wären fast dagegen gelaufen, weil es sich von dem schwarz-grau-trüben Himmel kaum abgehoben hat.
    In meinen Augen ein Schandfleck und alle mit der S-Bahn Vorbeifahrenden können ihn sehen. Da wäre mir eine gut sanierte Neubauplatte wie in Marzahn lieber gewesen.

  2. Uwe K.

    Für diesen abstoßend hässlichen anthrazitfarbenen Bunkerbau wurde eine Kleingartenanlage eingeebnet! Einmal mehr, wie schon beim Garbatyklotz am S-Bahnhof, fragt man sich, wie Baustadtrat Kirchner so was genehmigen konnte.

  3. Mirja M.

    Ich finde vor allem die Farbe super. Sieht hochwertig aus. Und endlich mal keine „frechen“ Farben an den Balkonen.

    1. Poltergeist rettet Florakiez!

      Die Farbe super? Hochwertig? Daher traue sogar ich mich (noch) nicht hin, aber ich arbeite daran!
      GRAUsam!

      BUHUUUUU! Ich liebe die Weiße Villa.

    2. andre

      Ja super hochwertig durch Farbe…..ist ein geschmackloser Neubau. Ein weiteres Prachtstück für Pankow. Eine Baugruppe versucht die andere mit „Hochwertigkeit“ zu übertreffen.

    3. andre

      Nun wie es ausschaut bröckelt der Putz schon wieder ab mit der schönen Farbe 🙂 Oder besser gesagt er wird abgebröckelt.
      Seit letzter Woche werden Teile des Fassadenputzes wieder abgetragen. Beginnt ja recht früh der Abriß 🙂

  4. Rudie

    Na ja, nachts sind alle Katzen grau. Bin an einem sonnigen Tag vorbeigelaufen, und die Fassade sieht m.E. wirklich hochwertig aus, einmal nicht die übliche „Kunststoffputzvariante“. Insgesamt gelungen (ok, von der Ecke mal abgesehen)

  5. Varla

    Vermutlich würde kein wie auch immer geartetes Gebäude an diesem Standort Zuspruch im Kiez finden. Es wurde die Übereinkunft getroffen, dass die Baugruppe die Bösen sind und deshalb wird man alles ablehnen, was sie tun. Ich persönlich finde das Gebäude architektonisch interessant und kann als Fachfrau bestätigen, dass die Materialien hochwertig und vor allem nachhaltig sind. Wenn man sich aufregen möchte über schlechte Architektur, dann könnte man ja hier mal darüber diskutieren, was der Großinvestor Kondor Wessels gebaut hat. Aber das ist in diesem Kiez ja nicht der Feind.

  6. Caulerpa

    DAS GRAUE ELEND

    50 Shades of Grey sind es zwar noch nicht – aber besonders an der Ecke Heynstr sind sie schon dicht dran. Grau in grau in grau. Grau-sam… Und warum nur? Zum Innenhof hin sieht das Ensemble nämlich gar nicht so schlimm aus…

  7. Anna K. Mayer

    Ja, man hätte da auch was Schönes hinbauen können.

    Nur, wozu?

    Ich denke, sowohl den Architekten als auch den potenziellen Neuanwohnern ist es schlicht egal, was andere davon halten. Von der S-Bahn aus gesehen passen weder dieses Gebäude noch das in direkter Nähe entstandene „Belangloser-Name-Hauptsache-Palais“ zum bereits vorhandenen Bestand. Zumal die manchen Anwohnern die Mauern ja direkt vor das Fenster auf der Giebelseite geklatscht haben. Das schafft erst einmal freundlich – intime Nachbarschaft, wenn man beim morgendlichen Blick aus dem Fenster die Schlafanzughosenstreifen des Wohneigentumbesitzers gegenüber zählen kann.

    In Anbetracht der Menge der dort gebauten Wohnungen freue ich mich allerdings schon auf den Verkehr in den angrenzenden Straßen und auf die Feinstaubbelastung in diesem mal wunderbar grün gewesenen „Kiez“.

  8. R Voss

    Baugruppe? Einige der Wohnungen wurden vor ein paar Monaten im Netz angeboten. Wurde da vielleicht doch ein kleines bisschen spekuliert? Na?

  9. Jetzt wieder Single

    Nicht immer läuft alles so, wie geplant.
    Und nicht immer braucht man als halbe Familie eine große, geräumige Wohnung.
    Schon einmal daran gedacht?

    1. floraghetto

      Haben Sie denn als Familie mehrere Wohnungen gekauft oder laufen da gleich mehrere Familien auseinander? Ihr Vorschreiber benutzte die Mehrzahl. Davon abgesehen fand ich ebenfalls schon lange vor der Baugenehmigung eine zum Verkauf stehende Wohnung im Baugruppenprojekt Pradelstraße 03 zum Verkauf annonciert und dachte damals schon, sowas widerspräche dem Geist von Baugruppenprojekten. Aber vielleicht ist das auch alles nur eine Frage von Interpretation und Perspektive.

      Unabhängig davon ein paar Filmtipps, auch für Sie:
      [1] Wem gehört die Stadt – heute: 22:45 RBB http://www.rbb-online.de/doku/u-w/wem-gehoert-die-stadt-.html
      [2] Betongold 04.03.2015 0:10 (zur besten Sendezeit) http://www.rbb-online.de/doku/b/betongold-wie-die-finanzkrise-in-mein-wohnzimmer-kam.html

      [3] Versagt die Mietpreisbremse? Warum Wohnen immer teurer wird – 04.03.2015 – 22:45 -ZDF Zoom http://zoom.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/befc0476-9f54-36cb-bcb9-43012ec8ac62/20409588

      [4] Hinweisen möchte ich auch gern auf den Dokumentarfilm „Verdrängung hat viele Gesichter“, in dessen Mittelpunkt Baugruppen stehen. https://berlingentrification.wordpress.com/ Der läuft in verschiedenen Programmkinos, auch international, demnächst beispielsweise am 23.03. im Moviemento um 19:00 Uhr mit anschließender Diskussion.

      1. Jetzt wieder Single

        Danke für die Filmtipps.
        Zu den Immobilienangeboten: Schonmal den Anbieter kontaktiert? Wurden da wirklich komplette Wohnungen verkauft, oder wurde da nicht vielmehr abseits von irgendwelchen Baugruppenportalen nach Mitstreitern gesucht?
        Mit vielen Grüßen
        JwS

      2. Tom Thomas

        Der Film ,, Wem gehört die Stadt “ ist eine schlecht recherchierte Entäuschung. Die einizige neue Erkenntnis ist, dass private Wohnungsverkäufer (wie die Schöneberger Erben) , die Preise durch unseriöse Interessenten- Castings in die Höhe treiben. Spekulation beginnt vor der eigenen Haustür.
        Die dargestellten und bekannten Immobilienverbrecher sind keineswegs repräsentativ !

  10. Tom Thomas

    Wer in einer Stadt baut, der muss sich dieser Stadt auch verpflichtet fühlen, da jedes Haus das Gesicht der Stadt mitprägt. Leider haben die Architekten das vergessen.

  11. tut nichts zur Sache

    Mit seinem Eigentum kann jeder grundsätzlich machen was er will. Ich schreibe ja anderen Menschen auch nicht vor, wie sich sich frisieren, schminken oder kleiden sollen.

    1. Max Müller

      >Mit seinem Eigentum kann jeder grundsätzlich machen was er will. Ich schreibe ja
      >anderen Menschen auch nicht vor, wie sich sich frisieren, schminken oder kleiden
      >sollen.

      Wenn dem so wäre dann, dann würde jeder Grundstücksbesitzer einen 400 Meter hohen Turm auf seinem 300 qm Grundstück bauen, um es auszunutzen.

      In Wirklichkeit muss er sich eben an die Umgebung und Auflagen richten, und wenn er Lob haben will, sollte sein Bau eben eine Bereicherung für die Gegend sein.

      Bei manchen würde man hingegen schon gern die Geschmackspolizei vorbeischicken.

  12. J.W. Schulz

    Bei der Baugruppe Himmel & Erde muss der Teufel mitgespielt haben, wie sonst wäre das grässliche Grau des Gebäudes zu erklären. Vielleicht sollte die Baugruppe eher Hölle & Erde heißen?

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