Spenden für die Pankower Bienen

Von | 22. Mai 2018

Pflege der Bienenkästen in der Wilhelm-Kuhr-Straße

Die Wut und die Enttäuschung waren groß. Mitte April kletterten Unbekannte über den Zaun, rissen die Deckel von den Bienenkästen und warfen sie durch die Gegend. Das alleine hätte gereicht, um die Bienen einigermaßen nervös zu machen. Doch dann kam der Regen und die Bienen hatten keine Chance mehr, sie soffen förmlich ab. Bis zu 90.000 Tiere starben. Es war nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden und ein Verlust für die Pflanzen, die nicht bestäubt werden, sondern auch ein Verlust für die Mitarbeiter der Imkerei, schreiben sie auf einem Schild, das am Zaun hängt.

Seitdem bauen Max Grüber, Imker und stellvertretender Vorsitzender der Bürgerpark-Initiative, und seine Mitstreiter die Bienenvölker auf der Wiese an der Wilhelm-Kuhr-Straße wieder auf. Am Pfingstmontag konnten Interessierte zuschauen, wie sie die Waben aus den Kästen holten und überprüften, ob die Bienen genug Platz haben und jedes Volk eine Königin hat. Mancher Zaungast fragte nach Honig, doch den wird es erst wieder im Juli geben. Sorte „Sommerblüte“, zu kaufen beispielsweise im Café Mirabelle gegenüber.

Die Imkerei mit Naturlehrpfad ist ein Projekt der Bürgerpark-Initiative zusammen mit dem Kinderbauernhof Pinke-Panke und den Delphin-Werkstätten. Unterstützt wird es durch die Senatsverwaltung für Gewässerunterhaltung und die Deutsche Bahn. Denn der gehört die Wiese, die ein Hochwasser-Auffangbecken für die Panke ist. Früher trafen sich hier Drogendealer und es sammelte sich der Müll. Seit einem Jahr nun summt und brummt es, ein Eisvogel wurde bereits gesichtet und an den Zäunen wachsen gepflanzte Obstbäume, Himbeer- und Brombeersträuche, deren Früchte man sich bald über und durch den Zaun pflücken kann – ein Stück Natur in der Stadt, gehegt und gepflegt von Menschen mit und ohne Handicap.

Um die Zerstörung auffangen und das Projekt weiter ausbauen zu können, bitten die Macher um Spenden. Immerhin kostet ein Bienenstock mit neuem Bienenvolk rund 600€. Zum Spenden gibt es zwei Wege: Entweder über die Internetplattform betterplace oder über die Delphin-Werkstätten, die auch eine Spendenquittung ausstellen.

PAX Spendenkonto, Stichwort: Bienenhilfe
IBAN DE79370601936006002020
BIC GENODED1PA

Finde die Königin

Cathrin Bonhoff
Cathrin Bonhoff

Arbeitet als Journalistin + Sprecherin beim rbb und anderswo. In Berlin wohnt sie seit ihrem 3.Lebensjahr, im Kiez seit 2012.

11 Kommentare zu “Spenden für die Pankower Bienen

  1. Poltergeist versteht die Welt nicht mehr!

    Diese Täter … widerliches Pack.
    Es ist einfach zum Kotzen.

    Reply
  2. Maxi

    Ist denn sichergestellt, dass nicht irgendwelche Tiere die Deckel aufgerissen haben? Waschbären und Co. öffnen ja so manche Kiste in der Nacht…

    Reply
    1. Dieter

      Da stimme ich Dir zu . Waschbären könnten die Deckel öffnen aber diese waren mit zwei schweren Steinen beschwert, wie übrigens alle auf der Hochwasserschutzfläche stehenden Bienenkörbe. Waschbären ziehen auch die Waben nicht einzeln raus und verteilen diese gekonnt im Segelflug über die Wiese., Biß oder Kratzspuren waren jedenfalls keine zu finden und Waschbären wären auch schon wieder da gewesen ,die sind schlau,wenns was zu fressen gibt finden die das
      und merken sich die Stellen. Gruß an alle Bienenfreunde

      Reply
    2. Max Grüber

      Liebe Maxi,

      Bienenstöcke sind ja so manchen Gefahren ausgesetzt – von Menschen mal abgesehen – werden die kleinen lieben Bienchen auch gern von Ameisen besucht, von aufdringlichen Vögeln, die zuweilen Löcher in die Bienenstöcke schlagen, von kleinen Nagetieren wie Mäusen, die sich an den Bienen und ihrer Brut laben und den Honig vertilgen etc. pp. An Waschbären haben wir natürlich auch gedacht! Allerdings heben Waschbären keine mit mehreren Kilogramm beschwerten Deckel der Bienenstöcke ab und setzten sie sauber auf dem Boden auf ohne die Gewichte zu verschieben bzw. zu entfernen, noch ziehen sie alle Waben einzeln aus dem Bienenstock und verteilen sie gleichmäßig über die Wiese. Zum Herausziehen der Waben aus einen intakten Bienenstock benötigt man in der Regel einen sogenannten Stockmeißel ( eine Art Hebelwerkzeug des Imkers ), mit dessen Hilfe man die einzelnen Waben voneinander lösen und aus dem Bienenstock herausheben kann. Bienen verkleben die Waben und vieles Andere im Bienenstock sehr wirksam mit Propolis ( gesammeltes Baumharz ). Wir vermuten aufgrund des Schadbildes eher eine fachkundige Person/Tätergruppe.

      Beste Grüße!

      Max

      Reply
      1. Maxi

        Ok so detailliert habe ich es bisher nicht gelesen. Das ist echt traurig….

        Reply
      2. Mabelle

        Auch wenn das großspurige, sensationsheischende und dabei wenig fachkundige Auftreten der Neuimker am Bürgerpark bei den alteingesessenen Imkern mindestens Erstaunen hervorgerufen hat, hier eine Tat von Fachkundigen zu unterstellen finde ich ziemlich schrill, nein eigentlich sogar diffamierend. Die Bienenfachleute im Umfeld haben das Treiben am Bürgerpark bisher weitgehend ignoriert. Aber vielleicht sollte man doch einmal genauer hinschauen.

        Diese „Imkerei“ geriert sich als Bienenretter in einem Umfeld, wo es seit Jahren von engagierten, aber weniger medien-affinen Imkern nur so wimmelt. Es wird in Styroporbeuten geimkert und schon die Art der Aufstellung der Beuten signalisiert wenig Bemühen um wesensgemäße Bienenhaltung. Man verliert ein paar Völker. Keine Ahnung wodurch, Bilder will man keine gemacht haben, Beweise null, und startet einen großen Opferritt durch alle Medien. Spendenaufruf inbegriffen, es wird ein unseriöser Preis von 600 Euro pro Volk veranschlagt.

        Wo man einmal dabei ist, schreit man gleich noch Zeter und Mordio – der Bürgerpark, ein Dealersumpf! An anderer Stelle fordert einer der „Imker“ die Lokalpolitik schließlich auf, ihn bei der Etablierung von Patrouillen im Park zu unterstützen. Worum geht es hier eigentlich?

        Reply
        1. Max Grüber

          Liebe Mabelle,

          vielen Dank für Deinen Beitrag. Wir fragen uns auch: Worum geht es hier eigentlich? Aus unserer Sicht geht es in erster Linie darum, den Vandalismusschaden eines inklusiven Bienenprojekts auszugleichen. Wir möchten mit diesem Projekt ein friedliches Miteinander in Pankow bestärken und zwar für Alle. Wir sehen uns als inklusive Imkerei nicht in Konkurrenz zu anderen Imkern. Im Gegenteil: Wir sind der Meinung, dass die Welt – inklusive dem Bezirk Pankow – vor großen ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen steht.

          Eine dieser Herausforderungen ist beispielsweise das seit Jahrzehnten andauernde Insekentensterben mit seinen vielfältigen Folgeeffekten wie zum Beispiel dem Singvogelsterben. Vandalismus als soziales Phänomen gehört leider auch zu dieser Problematik, deswegen haben wir uns entschieden, dieses Vorfall nicht einfach hinzunehmen, sondern ihn in die Öffentlichkeit zu tragen. Dass die Öffentlichkeit mit sehr großer Anteilnahme reagiert, werten wir als ein sehr positives Zeichen.

          Wir freuen uns über jeden Menschen, der dazu beiträgt, das Miteinander, die Umwelt und Bienen (als Vertreter für die Vielzahl der Insekten in Pankow und auf der Welt) zu fördern und die Situation nachhaltig zu verbessern. Über die Art und Weise zu imkern kann man verschiedener Meinung sein – nicht umsonst gibt es eine Gemeinschaft zum wesensgemäßen Umgang mit Bienen, neben vielen anderen Anschauungen über die richtige Art und Weise zu imkern. Gern können wir uns dazu treffen und fachlich austauschen. Schreib mir doch kurz, wer Du bist und wie ich Dich erreichen kann.

          Wofür die 600 Euro veranschlagt sind, kannst Du ausführlich am Ende dieses Beitrags sehen und natürlich auch auf der Website von betterplace.org, hier der Direktlink: honigbiene.betterplace.org. Hier findest Du eine Auflistung unter dem jeweiligen Spendenbedarf. Falls Du weitere Fragen dazu hast, komm gern auf uns zu! Wir freuen uns übrigens auch über Deine Spende, liebe Mabelle 😉 !

          Kollegiale Grüße!

          Max

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        2. Poltergeist liebt Bienen!

          Worum geht es hier eigentlich?
          Imkerkrieg? Eine Honigguerilla?
          Hier stimmt etwas nicht.

          Reply
  3. Hans

    Lässt sich denn der finanzielle Schaden auch in Zahlen beziffern? Gab es eine Versicherung?

    Reply
  4. Ein Spender

    Wir werden jetzt einmal 60 € spenden und hoffen, dass es Nachahmer für diese gute Sache gibt. Ich vermute auch, dass es sich um fachkundiges Personal handelt. Vielleicht hält man eure Bienen für unrein? In jedem Fall handelt es sich um ein asoziales Pack. Wahrscheinlich wird man es aber wieder versuchen, wenn es sich um die o.g. Tätergruppe handelt. Vielleicht kann man das Gelände besser schützen?

    Viele Grüße und viel Erfolg bei eurer wichtigen Arbeit im Kiez

    Ein Spender

    Reply
  5. Tom

    Ich bin auch bestürzt über diese wirklich sinnlose Tat. Hoffe ihr erholt euch bald und könnt wieder eure Arbeit aufnehmen. Wo gibt es eigentlich, ausser im Cafe Mirabelle, euren Honig noch zu kaufen?

    Viele Grüße
    Tom

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