Schwarzer Tag für die weiße Villa

Von | 11. März 2015

Die Villa vor ihrem letzten Frühling?

Das Grundstück in der Florastraße 86 ist verkauft und das Bezirksamt hat einen positiven Bauvorbescheid erlassen. Damit ist klar: Die Fläche kann prinzipiell bebaut und die weiße Villa abgerissen werden. Der Denkmalschutz hatte den Daumen schon vor einigen Wochen gesenkt.

Ein Vorbescheid ist keine Baugenehmigung, aber eine wichtige Etappe auf dem Weg dorthin. Das Dokument klärt die planungsrechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens. Auf dieser Basis können die aktuellen oder künftigen Besitzer des Grundstücks einen Bauantrag einreichen.

Der Vorbescheid sieht allerdings Änderungen an den bisher bekannt gewordenen Plänen vor. Aus Rücksicht auf das gegenüberliegende, unter Denkmalschutz stehende Haus an der Florastraße 12, muss der geplante Neubau geringfügig abgespeckt werden: Entlang der Straße sollen nur vier Obergeschosse entstehen, aber kein Dachgeschoss. Auf dem hinteren Teil des Grundstück bleibt es bei den ursprünglich vorgesehenen vier Obergeschossen plus Dachgeschoss.

Eine Baugruppe hat das Grundstück gekauft. Sie sucht seit geraumer Zeit nach Mitstreitern, will die Villa abräumen und durch ein großes Mehrfamilienhaus ersetzen. Selbst wenn das Vorhaben noch scheitern sollte, würde das die Lage für die weiße Villa nicht besser machen. Beim Bezirk haben nämlich schon weitere Interessenten vorgesprochen, die im Zweifelsfall an die Stelle der Baugruppe treten und die jetzige Bebauung ebenfalls abreißen würden.

Mehr zum Thema:
Warum die weiße Villa kein Denkmal wird
Schlechte Nachrichten für die weiße Villa
Letzte Hoffnung Denkmalschutz
Die weiße Villa retten!

22 Kommentare zu “Schwarzer Tag für die weiße Villa

  1. Andino

    …wie schade um das schöne Gebäude. Schade auch, wohlwissend, dass das zu einer wachsenden Stadt gehört, dass sämtliche Lücken geschlossen werden, und dafür nicht nur alte Villen, sondern auch Spielplätze und Freiflächen verschwinden. Für immer. Leicht betrübt, A.

    1. SPD Alt-Pankow

      Das ist nicht ganz richtig: Flächen, auf denen öffentliche Spielplätze sind, werden nicht für eine Wohnbebauung zur Verfügung gestellt.

      1. Anna K. Mayer

        „Flächen, auf denen öffentliche Spielplätze sind, werden nicht für eine Wohnbebauung zur Verfügung gestellt.“

        Noch nicht.
        Ich sag‘ nur: Schuldenbremse.
        Schwarze Null.
        Und die SPD immer mit dabei.

        Irgendwann ist der Bezirk so klamm, dass auch die Hemmschwelle fällt, den Grund und Boden öffentlicher Spielplätze zu verscherbeln. Irgendeine Erklärung für das dumme Wahlvolk wird sich schon finden lassen. Notfalls mit ’ner Forsaumfrage, deren Ergebnis dann als satte Mehrheit verkauft wird.

        Schade um die weiße Villa. Ein wirklich originelles Kleinod, dieser gesamte Platz. Möglicherweise überspannt der Bezirk mit dieser Baugenehmigung den Bogen.

        1. Anna K. Mayer

          PS: Die SPD Pankow hatte ja auch kein Problem damit, den Senioren in der Stillen Straße 10 die Begegnungsstätte, zufällig eine Jugendstilvilla, unterm runzligen Hintern wegzuziehen, nur weil der Bezirk die notwendige Sanierung nicht zahlen wollte. Und natürlich soll das gute Stück (die Villa) verkauft werden. Dem Projekt wurden dann ja nicht einmal Lottomittel zugebilligt, eine Vergabe, die ebenfalls unter Beteiligung der SPD läuft.

          SPD Alt-Pankow, da frage ich Sie doch mal: Wieso soll es denn den Kindern anders ergehen als den Alten? Beides Gruppen, die keine eigene Lobby haben. Was gedenken Sie denn, konkret zu gestalten, um die schlimmsten Verwerfungen zu vermeiden? Das, was hier in Alt-Pankow gerade passiert, stört den sozialen Frieden. Das dürfte doch wohl jedem klar sein, der sich mit Gentrifizierung auseinandersetzt. Oder sind Sie namentlich bereit, den Bürgern eine schriftliche Zusicherung zu geben, dass öffentlicher Boden nicht verkauft wird?!

          Dass sie sich nicht schämen. Übernehmen Sie doch wenigstens Verantwortung für das Regierungshandeln Ihrer Partei in dieser Stadt und stehen Sie zu dem Mist, den Sie verzapfen.

          1. Sebastian von Oppen

            Liebe Frau Mayer, ich finde Ihren Beitrag auch nicht so konstruktiv. Man wirft der Politik immer Bürgerferne vor, wenn sich dann einer mal in einem öffentlichen Forum äußert, wird er sofort niedergemacht. Ich würde dann als Politiker auch bürgerfern werden. Bislang wurde noch nirgends in Berlin ein bestehender öffentlicher Spielplatz für Bauvorhaben „plattgemacht“ und einfach aufgrund einer allgemeinen Annahme das alle Politiker schlecht sind gleich davon auszugehen, dass dies in Zukunft sicher passieren wird trägt auch nicht zur Versachlichung der Debatte bei. Das Planungsrecht in Deutschland ist besser als so mancheiner denkt und auch die Macht von jedem Einzelnen von uns sollte nicht unterschätzt werden. Im Falle der weissen Villa ist die Entscheidung nicht ganz einfach, aber der Denkmalschutz hat sie nun mal zum Abriss freigegeben. Ich kann die Entscheidung sogar verstehen, aber um das zu erklären bräuchte man mehr Zeit. Stadtplanung muss einfach handlungsfähig sein, sonst geht gar nichts mehr in dieser Stadt. Es geht einfach um übergeordnete Ziele.

          2. A. strülke

            Liebe Frau Mayer,
            um ehrlich zu sein , erkenne ich in ihrer Argumentation auch keinerlei „konkrete Gegenargumente, die die Diskussion mit Ihnen zu einem wahren intellektuellen Vergnügen“ werden lässt.
            Ihr Eingangsstatement entbehrt jeglicher Grundlage. Sie stellen Behauptungen/Vermutungen auf welche inhaltlich und rechtlich nicht haltbar sind.
            Spielplätze werden nicht in Bauland umgewandelt, das Gegenteil ist der Fall. Für jeden Bewohner des neuen Hauses mehr wird der Bezirk auch einen Quadratmeter mehr Spielplatz bauen (müssen, ein Blick ins Landesgesetz hilft).
            Desweiteren besteht Politik nun einmal aus Interessenabwägung, die meist über den kKiez hinaus gehen. Und sie kann vllt. Uneindeutige Forsaumfragen so auslegen, wie sie es lieber sieht. Was sie nicht kann, ist Geld zaubern. Und wenn sie ein gewisses Budget hat, muss sie schauen wie sie damit am besten hinkommt. Dann bleibt nun mal die Senioreneinrichtung in einsamerer und damit bedeutenderer Lage eher auf der Finanzierungsliste als eine Einrichtung in einer Lage, deren Wegfall leichter durch Angebote in der Umgebung zu kompensieren ist. Das sie sich mit dieser pragmatischen Sichtweise im Fall der Stillen Straße kein Gefallen getan hat, weiß insbesondere die SPD und hat sich in Folge des Protests auch um eine Lösung bemüht.alle weiteren Punkte Stichwort Lottomittel gehören wie ihr Eingangsstatement ins Land der Spekulationen.
            Nur frage ich mich, wie sie hier reagieren würden, wenn das Bezirksamt(hier gleichgesetzt mit „der Politik“) wirklich so Gutwill-Entscheidungen treffen würde, wie sie es hier fordern. Ein Amt kann nicht einfach aus subjektiven Gründen, die Baugenehmigung verweigern und das ist auch gut so! Es gibt klare Regeln dafür, die genau dafür geschaffen worden sind, damit nicht jmd nach seiner persönlichen Ästhetik/seinem persönlichen Vorteil und seinem Schmiermittel eine Entscheidung treffen kann. Einem privaten Grundstücksbesitzer steht es innerhalb dieser Regeln frei mit seinem Grundstück zu tun was er für richtig hält, auch verkaufen und aus dem Geld seinen Vorteil zu ziehen. Oder ein Haus für sich und seine Familie bauen. Darüber kann man Grollen, aber solange es keine Objektiven Gründe gibt, lässt es sich leider nicht verhindern.
            „Den Bogen“ überspannt damit keiner.
            Das was Politik tun kann, wenn ein privater Besitzer eines Grundstücks auf privatem Grund bauen möchte, ist den größtmöglichen Vorteil für die Gesellschaft rauszuverhandeln(so er denn Spielraum zum verhandeln hat).
            Stichworte hier wären: auch den Bau von günstigen Mietwohnungen, Schul und Kitagebäude, Unterstützung der öffentlichen Infrastruktur Bsp. am Rangierbahnhof und am Mauerpark.

            Zur immer wieder erwähnten Parkplatzproblematik: Die Stadt braucht mehr Wohnraum, also tut sie gut daran die Hürden für das Bauen nicht zu hoch zu hängen. Das führt in Kiezen wie unserem leider zu Parkplatzmangel, denn die Kopplung mit der Schaffung von Parkplätzen gibt es nicht mehr. Das ist im Einzelfall ärgerlich, aber im Grundsatz, wenn man das Ziel des bezahlbaren Wohnraumes verfolgt, sinnvoll.

            Persönlich habe ich keine eindeutige Meinung zur weißen Villa. Es ist schade, das sie verschwindet, sie gehört für mich hierher- ich kann den Poltergeist da verstehen. Aber wenn dadurch Wohnraum für Familien geschaffen wird, der hier fehlt, freut mich das auch.
            Was mich ärgert, ist, das pauschale und spekulative „Fertigmachen“, der Politik und speziell hier der SPD dafür, das sie sich an dieser Diskussion beteiligt (was sie ja nicht tun sollte, wenn sie sich, wie behauptet. aus der Verantwortung für den Mist stehlen wollen würde).
            Viele Grüße
            AS

        2. Poltergeist rettet Florakiez!

          Liebe Frau Mayer, bravo, ich stimme voll und ganz zu!
          So sieht’s leider aus und ich hätte da übrigens noch Grund und Boden im Angebot – als Tipp.
          Friedhof Gaillardstraße wäre doch super geeignet für Neubauten!
          Mit Tiefgarage wird es wohl anfangs ein bissel als skrupellos erfahren werden, aber sei es drum, Hauptsache bauen und richtig Kohle machen. Total lustig für die künftigen Wohnungsbesitzer ist es übrigens, dass sie dann wirklich behaupten können Leichen im Keller zu haben! Dies verspricht garantiert Heiterkeit auf Partys usw.
          Diese Qualifizierung passt sowieso wunderbar bei diesen Baugruppen und Bauherren.
          Neben „FriedrichsCarré“ und „Brehme-Palais“ denke ich spontan an die „Sarghöfe“ oder „Urne-Quartier“. Lassen wir uns doch überraschen.

          BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa!

          1. thonik

            … für Neubauten gibts auch noch Baulücken in der Florastraße. Dabei zählen wir einen heruntergekommenen Garagenhof als Baulücke, eine historische Villa mit Nebengebäuden aber keinesfalls. Anererseits ist die Idee der Tiefgarage unter dem Friedhof Gaillardstraße wirklich amüsant, auch für uns pietätvollen Mitbürger. Danke dafür.

        3. Icke

          Unterstellungen und ungesundes Halbwissen sind immer hilfreich für die Diskussion. Aber Frau Mayer, es ist natürlich Ihre Entscheidung, sich weiterhin durch unsachliche Kommentare zu disqualifizieren.

          1. Poltergeist rettet Florakiez!

            Na super, Icke, toller Kommentar! Inhaltlich sehr sachlich und konstruktiv. Auch schon Mitglied einer Baugruppe? Oder tut es weh was Frau Mayer hier kommentiert?

            BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa! Und Sie sind disqualifiziert!

          2. Anna K. Mayer

            Vielen Dank für die ausführliche Darlegung Ihrer konkreten Gegenargumente, die die Diskussion mit Ihnen zu einem wahren intellektuellen Vergnügen werden läßt. Leider kann ich Ihnen momentan nicht ganz folgen: Was meinen Sie bitte genau?

            Aus medizinischer Sicht würden mich darüber hinaus noch sehr die Symptome ungesunden Halbwissens interessieren und die Sterblichkeitsprognose.

  2. Blümchen

    Na toll. Und wieder wird ohne Tiefgarage gebaut und Baufahrzeuge werden vorhandene Parkplätze über einen längeren Zeitraum blockieren. Muss denn wirklich auf Teufel komm raus jede kleine Lücke zugestopft werden? Selbiger soll die neuen Bauherren holen…

  3. Poltergeist rettet Florakiez!

    BUHU ! Ich bin sehr traurig und wütend!
    Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt!
    Ich habe alle Geister aus Preußen mobilisiert!
    An die Baugruppe:
    du kannst ein Haus kaufen, aber kein Heim;
    du kannst ein Bett kaufen, aber nicht Schlaf;
    du kannst eine Uhr kaufen, aber nicht die Zeit.

    Weisheit von einem Kollegen aus China

    BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa!

  4. André

    Ich finde die Argumentation, wie sie auch Andino gebracht hat, fragwürdig: In einer wachsenden Stadt werden nun mal alle Lücken zugebaut… M.E. wird nicht Wohnraum geschaffen, weil die Stadt wächst, sondern umgekehrt. Wohnraum ist Voraussetzung für das Wachstum. Oder ist das falsch gedacht? Niemand muss jedem Zuzugswilligen eine Wohnung bauen.
    Schon klar, Angebot und Nachfrage regeln die Preise. Deshalb gibt es auch gute Argumente für mehr Wohnraum. Aber man sollte auch in der Diskussion Ursache und Wirkung voneinander unterscheiden.

  5. Poltergeist rettet Florakiez!

    Herr von Oppen
    Zitat: „Es geht einfach um übergeordnete Ziele.“
    Ja stimmt,
    Wohnungseigentum, ich ich ich, na und, 1,2,3 meins
    ach schöne Weiße Villa weg – na und, steht einfach im Weg
    ach alle Anwohner + Innenhof im Schatten (4 OG + Dachgeschoß) – na und, wir haben doch Sonne
    ach bissel Baulärm und Dreck – na und, wir ziehen erst ein wenn fertig haha

    Tolle Ziele, Herr von Oppen
    BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa!

    1. Blümchen

      „Übergeordnete Ziele“? Das finde ich echt frech und dumm Herr von Oppen. Minigrundstück, Abriss eines funktionstüchtigen Hauses und da soll dann zu fairen Preisen gebaut werden? Haha. Wer profitiert? Baugruppen, die größtenteils weder aus Berlinern bestehen noch sich dafür interessieren was die anderen Anwohner davon halten. Das hat schon was totalitäres. Und viele finden das nicht gut.

      1. Blümchen

        Und es ist auch kein Neid der da spricht, denn ich zum Beispiel habe eine ETW im Altbestand. Es geht vielmehr um die egozentrische Art und Weise wie sich einige ihr Stück vom Kuchtn sichern wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. What Görs Störung Gomes Stund.

      2. tut nichts zur Sache

        Haben Sie etwas gegen Zugezogene (bin selbst ursprünglich Ur-Berliner)???

        Das klingt jetzt ganz schön fremdenfeindlich!

        Und es geht die anderen Anwohner – in den gesetzlichen Grenzen – einen Dreck an, was jemand mit seinem Eigentum macht!

  6. Albert

    Mein Eindruck: Die Baugruppe ist hier nicht willkommen, was den Mitgliedern aber auch egal ist.
    Der geplante Bau wird das Leben im Florakiez in mehrerer Hinsicht beschädigen. Architektonisch scheint er noch minderwertiger als bereits genehmigte Gebäude in der Umgebung, deren hochtrabende Namen sich stets umgekehrt proportional zur baulichen Qualität verhalten. Auf unterschiedliche Art wird sich der Neubau negativ auf die Interessen der bisherigen Anwohner auswirken – ob Eigentümer, Mieter, Privatiers, Geschäftsleute. Das scheint bei den Genehmigungsverfahren keine Rolle zu spielen.
    Es mag ja sein, daß gebaut werden muß in Berlin. Wo steht aber geschrieben, daß dabei jede noch so kleine Freifläche dran glauben muß, auch wenn damit bestehende Gebäude komplett verschattet werden und die Infrastruktur im Kiez völlig überfordert ist?
    Freie Flächen gibt es genug – nur nicht zwingend, immer und sofort in den beliebtesten Wohnvierteln. Eine Stadt wie Berlin kann hervorragend nach außen wachsen. Auch die Brachen entlang der S-Bahn in Pankow wären sicher geeignet, um nur einen möglichen Standort zu nennen.
    Und noch eine Bemerkung zum Thema Spielplätze: Diese Diskussion ist vollkommen akademisch, solange die Spielplätze zwar als Fläche (noch) existieren (wenn auch in zu geringer Zahl, sieht man die Zuzüge der letzten Jahre) , aber aus fragwürdigen Gründen geschlossen werden und geschlossen bleiben.

  7. Stefanie

    Ziehen in die ach so tollen Neubauten denn eigentlich auch Familien mit Kindern ein? Ich denke da kann man von ausgehen. Wird spannend wenn die zugezogenen Herren und Damen dann in ein paar Jahren rumheulen und sich beklagen dass es so schwer ist einen Kita oder Schulplatz zu finden….
    Tja, schade, aber Platz ist dann keiner mehr da, denn es wurde ja alles mit Wohnraum zugepflastert.
    Es ist immer wieder dieses leidige Parkplatzthema was angesprochen wird, und ja da stimme ich auch zu, langsam wird es echt zur Tortur ein Plätzchen für sein Auto zu finden. Aber da gibt es viel größere Probleme die auf einen überfüllten Kiez zukommen….
    Neuer Wohnraum schön und gut, aber wo bleibt der Ausbau einer angepassten Infrastruktur?!?

  8. Poltergeist rettet Florakiez!

    Sag mal … A. Strülke, schön, dass Sie mich verstehen. Aber ich verstehe nicht was Sie sagen wollen.
    Zitat 1 AS: (…) „denn die Kopplung mit der Schaffung von Parkplätzen gibt es nicht mehr. Das ist im Einzelfall ärgerlich, aber im Grundsatz, wenn man das Ziel des bezahlbaren Wohnraumes verfolgt, sinnvoll.“
    – es werden auf dem Grundstück 86 schon seit Jahren Parkplätze vermietet, ist peinlich oder?
    – ‚das Ziel des bezahlbaren Wohnraumes verfolgen wäre sinnvoll‘ haha, für wen eigentlich mit 3K/m² ?
    Zitat 2 AS: (…) „Aber wenn dadurch Wohnraum für Familien geschaffen wird, der hier fehlt, freut mich das auch.“
    – schön, dass Sie sich wenigstens freuen können. Die Anwohner/Nachbarn aber nicht. Sonne, Licht, Luft und Ausblick verschwinden. Auch schön, dass wenigstens die künftigen Nachbarn sich auf eine nutzbare Dachterrasse erholen und die Sonne genießen können. Individuelles und urbanes Wohnen ist wirklich etwas Feines (für die Baugruppe also, wir Anwohner mögen das anscheinend gar nicht).

    Zitat von http://www.neubaudirekt.de: „Großzügige Balkone, ein Gemeinschaftshof sowie eine für alle Bewohner nutzbare Dachterrasse schaffen Raum für Kommunikation und Erholung und machen das Leben in einer Wohnung des Baugruppenprojekts Flora 86 in Berlin-Pankow attraktiv für alle, die individuelles, urbanes Wohnen schätzen.“

    Zitat 3 AS: (…) „Einem privaten Grundstücksbesitzer steht es innerhalb dieser Regeln frei mit seinem Grundstück zu tun was er für richtig hält, auch verkaufen und aus dem Geld seinen Vorteil zu ziehen.“

    Und damit ist alles gesagt.
    BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa!

  9. H. Thernoth

    Es gibt ja Argumente gegen das Projekt, aber das bislang schlechteste ist, dass dort vielleicht gar keine Berliner einziehen.

    Unabhängig von den Argumenten fürchte ich, dass nur eine „Systemalternative“ das Projekt (Abriss und Neubau) verhindern könnte. Das gegenwärtige System beruht u.a. auf Freiheit und Eigentum. Diese Säulen müssten schon bedebklich angesägt werden, um den Gang der Dinge (den weder Ochs noch Esel aufhalten) aufzuhalten.

    Konsens hoffentlich: Die Systemalternative wollen wir nicht, in der Parkplätze im Überfluss vorhanden sind, die Wohnungen günstig sind und die Florastraße schön ruhig (weil vorne gleich der Schutzwall steht).

Keine Kommentierung mehr möglich.