Weiße Villa: Baugruppe erklärt den Abriss

Von | 22. September 2015

Bald rücken die Bagger an

Die weiße Villa in der Florastraße 86 soll im kommenden Jahr abgerissen werden. Die Eigentümer des Grundstücks gehen jetzt in die Offensive und laden die Nachbarn und alle interessierten Kiezbewohner zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Öffentlichkeit soll über den aktuellen Planungsstand ins Bild gesetzt werden. Außerdem können Fragen zu dem Bauvorhaben gestellt werden.

Die Baugruppe will auf dem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit 19 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit errichten. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen. Das Bezirksamt hat bereits einen Bauvorbescheid erlassen. Damit ist klar, dass die Fläche bebaut werden kann und die Villa gegebenenfalls weichen muss. Der Denkmalschutz hatte den Daumen zuvor ebenfalls gesenkt.

Öffentliche Informationsveranstaltung
Donnerstag, 24. September, 19.00 Uhr
JUP, Florastraße 84

So soll der Neubau aussehen. Links ist der Pocketpark zu erahnen.

Mehr zum Thema:
Schwarzer Tag für die weiße Villa
Warum die weiße Villa kein Denkmal wird
Schlechte Nachrichten für die weiße Villa
Letzte Hoffnung Denkmalschutz
Die weiße Villa retten!

14 Kommentare zu “Weiße Villa: Baugruppe erklärt den Abriss

  1. Uwe

    Vielleicht gelingt es noch ein paar Euro abzuknapsen um wenigstens Architekten einzuschalten, die Fassade sieht …. aus!

  2. Maja Wiens

    Pankow wird zubetoniert und mit hässlichen Bauklumpen versehen. Teure Eigentumswohnungen, in denen die Eigentümer nicht wohnen, denn ohne Tiefgarage würden sie dann wohl lieber anderswo kaufen.

    Die Bürger sind außerstande eine Villa zu retten, die ihnen nicht gehört, auch wenn sie gefällt und das Bild auflockert. Wir leben ja im Kapitalismus, da geht es um andere Werte, in mehrfacher Bedeutung des Wortes.

    Fehlende Parkplätze: Auch eine Möglichkeit, die Menschen zum Laufen zu animieren, sie lassen ihr Auto lieber stehen, denn wenn sie zurückkehren, gibt es keinen Parkplatz mehr. Der Zeitplan wird von den Parkplatzkapazitäten bestimmt, soweit das persönlich machbar ist. Ich mache bestimmte Termine nur noch am Freitag, und zwar so, dass ich zwischen 15:00 Uhr und 15:30 Uhr zurückkehre, da sind nämlich – meistens – Parkplätze vorhanden.

  3. Max Müller

    Die Wohnungen ohne Parkplätze zu bauen ist wirklich unsäglich, denn von den Eigentümern haben
    bestimmmt 3/4 ein oder zwei Autos. Damit machen sie sich nicht beliebt.

    Beiden aufgerufenen Preisen wären 20000 Euro mehr jetzt wirklich nicht zu stemmen.

  4. Poltergeist rettet Florakiez!

    „Baugruppe erklärt den Abriss“
    Was gibt es da zu erklären?
    Alles ist schön juristisch durchgeboxt, die benötigten Genehmigungen sind erteilt.
    Die schöne Villa, ein wenig Grün & Luft verschwindet und wir bekommen einen hässlichen Betonklotz für 18 stolze und zufriedene Baugruppe-Flora 86-Mitstreiter zurück. Ende Info.
    Diese sogenannte Informationsveranstaltung könnt ihr euch sparen.

    BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die weiße Villa!

  5. Skadi Kirchner

    An allen Ecken und Enden greift der Denkmalschutz. Hier wäre es mal wirklich gut, aber nein es muss wieder in hässliches Haus mehr her. Man fragt sich ob die Baugruppe einen Architekten beauftragt hat, das kann doch keiner Ernst meinen mit solcher Fassade.

  6. Joekarrier

    In der Villa ist ja nur Gewerbe und Berlin braucht Wohnungen! 30-40.000 Zuzüge in Berlin ohne Flüchtlinge. Was wollt ihr denn? Der Kiez ist nicht euer, die Stadt schon gar nicht. Dann hättet ihr doch alle zusammenlegen können und die Villa kaufen. Tiefgaragen werden sowieso überbewertet. Verzichtet auf das Auto. In Berlin ist alles mit öffentlichen zu erreichen und nehmt euch ein carshering Auto. Parkplatzprobleme haben wir erst recht nicht, wir haben nur zu viele Autos. Ich wäre dafür bei VW anzurufen und die Überproduktion an Diesel Pkw im Florakiez abzupacken. Ich vermisse die willkommenskultur im Florakiez! Flüchtlinge, Schwaben, Migranten, Berliner ( ähh… Die gibt’s ja nicht mehr) alle in friedlicher koexistenz Tür an Tür. Für das ein oder andre containerdorf auf einem jetzt existierenden Spielplatz wäre auch noch Platz! Wir gehen dann mit unseren Kids in die umliegenden baugemeinschaften und spielen dort auf den dachterassen und privaten Spielplätzen z.b. In den floragärten. Wir müssen alle etwas zusammenrücken. In den floragärten wirds dann richtig eng, aber passt schon…

  7. Andrè

    Na denn werden sicher die ersten Flüchtlinge bald Wohnungen im „Florakiez“ kaufen. Oder doch eher günstige Wohnungen in den neuen Häusern mieten, welche die Eigentümer in ihrer achso großen Toleranz und Menschenfreundlichkeit zu Verfügung stellen werden.
    Das nur am Rande.

    Um die Villa ist es auf jeden Fall schade. Allein der historische Hintergrund welcher Bestandteil der Geschichte des „Florakiezes“ ist, wird ignoriert. Dabei sind doch alle soooo stolz auf ihren neuen Kiez. Aber in Wirklichkeit zählt nur der Egoismus!
    Eine traurige Entwicklung!

  8. Andrè

    Noch ein Nachtrag: Die Fassade ist nicht schön! Ein Anpassung an das schon existierende Nachbarhaus würde das ganze noch erträglich machen.
    Aber auch der Geschmack ist auf der Strecke geblieben.

    1. Michael Waitz

      Stimmt, die Fassade ist noch nicht grau genug, es sollte ein schönes Anzugsgrau sein, außerdem sollte man über noch hässlichere Balkone nachdenken. Seufz.

  9. margareta

    Warum muss eigentlich bei jedem Problembericht das Thema Flüchtlinge eingebracht werden? Baugruppe, teure Eigentumswohnungen, Privatinvestoren! Nix Flüchtlinge!!!

    …nur mal so am Rande 😉

  10. Peter Brenn

    Nicht nur, dass mit der Villa ein Stück Pankower Stadtgeschichte verschindet, sondern das auch ausgerechnet noch die Bauen die am WENIGSTEN einen Beitrag zur Lösung der präkären Wohnungsituation leisten.
    Dort zu wohnen kann sich kein ganz normaler Pankower leisten.

    Auch wenn ich betroffen bin, bin ich noch lage nicht besoffen um erkennen zu können wohin der Zug abgeht.
    Gute Reise alles Sch…..ön.

  11. Poltergeist rettet Florakiez!

    BUHU – Leute, ich bin seit Kurzem sehr traurig und einsam hier; die Firma ist nun leider unfreiwillig ausgezogen.
    Ich darf aber diese Fahne auf dem Dach behalten und stehen lassen, so hat der Geschäftsführer mir persönlich bei unserem Abschied versprochen. Die Weiße Villa gehört jetzt voll und ganz mir!
    Als erste Protestmaßnahme schalte ich diese wunderschöne Fassadenbeleuchtung nicht mehr ein, sorry! (Dunkelheit ist mir sowieso lieber ehrlich gesagt)
    Und WEHE wer versucht diese – meine – Fahne zu entfernen! Ich habe über 20.000 Poltergeister aus Preußen (wir kennen uns schon über 300 Jahre) mobilisiert und sie werden hier nach und nach eintreffen!
    Also, Baugruppe, Bagger & Co. – wir sind bereit! Noch ist es nicht zu spät.
    Eine ausführliche Entschuldigung somit Stornierung des Bauvorhabens bitte ausschließlich per Schriftform und per Eilboten, hier bei Florakiez.de z.H. Herrn Hall oder in meinem Briefkasten. Sie wissen sehr wohl wo.

    BUHU – ich bin Poltergeist und liebe die Weiße Villa!

  12. Poltergeist rettet Florakiez!

    BUHU! Unfassbar – meine Fahne wurde geklaut!

Keine Kommentierung mehr möglich.