Fundstück: Himmel & Erde veranstaltet Flohmarkt

Von | 27. Mai 2016

Gesehen in der Görschstraße (mir scharfem S)

Wer etwas loswerden möchte oder an gebrauchten Sachen interessiert ist, kann am Sonntag in die Heynstraße kommen. Der Flohmarkt ist die Gelegenheit, einen Blick in die umstrittene Baugemeinschaft Himmel & Erde zu werfen und mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Vielleicht hilft es beim Abbau von Animositäten.

30 Kommentare zu “Fundstück: Himmel & Erde veranstaltet Flohmarkt

  1. Poltergeist rettet Florakiez!

    (…) einen Blick in die umstrittene Baugemeinschaft Himmel & Erde zu werfen (…)
    Darf es nur ein Blick sein?

    1. FW

      Spuken ist auch erlaubt – spucken aber verboten.
      Und zur allergrößten Not: ins Gespräch kommen!

    2. Helma

      Scheust Du nicht des Tages Helle ?
      Schön, dass Du nicht nur im Dunkeln unterwegs sein möchtest…
      Herzlich willkommen!!

      1. Mareike Müller 007

        Baustadtrat Kirchner ist ein Teil des Problems, dass der Eigentum gut findet, ist klar. Der findet ja auch Krieger-City dufte, ohne die Konsequenzen für den Verkehr auf dem Schirm zu haben. Dieser Mann ist mitverantwortlich für die Politik, die hier im Florakiez zu den Problemen führen, auf die dieser Blog immer wieder hinweist. Inclusive Lex ‚Weiße Villa‘, das finden ja sogar Zugezogene wenig prickelnd. Mir schleierhaft, wie dieser Politiker immer noch als Referenz dienen kann.

        1. Hanno HallHanno Hall Post author

          Wer hier was dufte findet und wer wem als Referenz dient, entzieht sich meiner Kenntnis. Sie haben aber eine falsche Vorstellung davon, was Politik kann und darf. Ein Stadtrat kann nicht nach Gutsherrenart darüber entscheiden, wer wo was bauen darf und wer nicht. Mit der Eigentumsnummer liegt er so falsch aber nicht. Denn nur Eigentum (gern in der Genossenschaft) schützt zuverlässig vor Vermieterwillkür, Verdrängung und Wuchermieten.

          1. Blümchen

            @ Herr Hall: ich denke das Problem das die meisten hier mit Baugruppen etc. haben ist, dass die Politik nicht die dazugehörigen Rahmenbedingungen schafft: Schulproblem, kitaproblem, Verkehr (und Parkplätze). Das verschlechtert dann leider (zumindest phasenweise) die Lebensqualität der bereits hier Ansässigen. Klar ist aber auch, dass neue Wohnungen gebraucht werden. Hier könnte die Politik sicher etwas weitsichtiger agieren als bisher.

            Das manche Bauprojekte dazu auch vorher selbst verdrängen (weiße Villa Thematik, Kleingärten) ist ein anderes Thema.

          2. Mareike Müller 007

            Na, Herr Hall, dann schauen Sie sich doch bitte die beiden mal sehr genau an: http://www.florakiez.de/wp-content/uploads/2016/03/Krieger_Kirchner-665×499.jpg und vergegenwärtigen sich die von Baustadtrat Kirchner öffentlich getätigte Aussage, sie (Herr Krieger/ Herr Kirchner) würden sich gemeinsam weltweit die modernsten Mall – Lösungen ansehen, um die superoptimalste Mall dann in Krieger City zu bauen …

            Darüber hinaus erwarte ich als steuerzahlende und wählende Bürgerin dieser Stadt und dieses Landes von einem gewählten Politiker, dass er keine Kaufempfehlungen abgibt, sondern Entscheidungen verantwortet, die ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Bürger dieser Stadt gewährleistet. Hier gibt es das erste große Versagen zu besichtigen, denn die Stadt hat mit ihren – pro qm Wohnung – angesetzten Grundwerwerbssteuern gute Einnahmen. Warum also sollte sie etwas dagegen haben, dass die bestimmenden Marktteilnehmer (aka Investoren) diesen Kiez betontechnisch zukleistern?

            Diese Investoren interessieren infrastruktuelle Probleme nicht. Beispiel: geschlossene Spielplätze. Wer sich übrigens mal Länge und Radius des Kranauslegers des Neubaus in der Pradel 5-7 ansieht, der versteht, warum der Eulenspielplatz geschlossen bleibt. Andernfalls würden Kinder unter freischwebenden Lasten spielen … Was interessieren einen Investor die fehlenden Parkplätze, die hohe Feinstaubbelastung, die zerstörten Straßen. Erstens ist der wieder weg, samt Rendite, wenn die Probleme auftauchen und zweitens ist es doch auch gar nicht sein Job, diese Auswirkungen und Konsequenzen seines Tuns mitzudenken. (Steht der Grundsatz des verpflichtenden Eigentums eigentlich noch im GG?)

            Dieses Mitdenken, Konsequenzen zu ziehen, Gemienwohlziele (Lebensqualität, Umwelt, Infratsruktur, Soziale Anliegen) sind m.E. Aufgabe einer gestaltenden Politik, unter anderem unter der Leitung eines Baustadtrates des Bezirkes Pankow. Nein?

            Die Lebensqualität geht stetig brergab, seitdem die Bautätigkeiten in diesem Umfang in diesem Kiez stattfinden. Eine Verbesseung ist nicht in Sicht und ich sehe auch keinen Willen bei den gestalteltenden aka gesetzgebenden aka regierenden politischen Kräften, daran etwas zu ändern.

            In der Falle sitzen aus meiner Sicht diejenigen, die Herrn Kirchners Empfehlung zum Wohnungskauf folgten. Denn es gibt einen Punkt, da kommen sie hier nicht mehr weg, ohne Verluste einzufahren. Je mehr Wohneigentum, je dichter die Stadt, je mehr infrastrukturelle Probleme, desto größer der Wertverlust des Eigentums bei Verkauf, weil sich die Verdichtung endgültig in der Verschlechterung der Lebensqualität niederschlägt. In der Falle sitzen schlußendlich auch die mietenden Anwohner, die entweder kein Eigentum erwerben wollen oder können. Aber die können hier noch eher wegziehen. Das Argument, Wohnungen würden dringend benötigt, entkräftet sich selbst, wenn sie mal den spekulativen Leerstand in dieser Stadt ansehen. Auch in Pankow gibt es da einiges zu beobachten.

          3. Max Müller

            Ein Mietvertrag ist immer einer zwischen zwei Parteien, von daher muss man keine Wuchermieten zahlen. Dass man den Marktpreis als zu hoch empfindet mag sein.
            Die Gesobau, bekanntlich eine Genossenschaft, vermietet ihre Neubauten in Niederschönhausen für ca. 12 Euro kalt. Sind das auch Wucherer?

            Dass es unmöglich ist Neubauten kostendeckend für unter 10 Euro zu vermieten ist den meisten nicht beizubringen.

            Ob Eigentum für jeden die bessere Alternative ist, bleibt fraglich denn man liefert sich mit dem Kredit für 20 Jahre der Bank aus.

            Gute Abwägunghilfe hie:
            http://zendepot.de/immobilien/

  2. Mareike Müller 007

    Ja, ich merke schon, das bringt nichts, für die Metaebene zu werben. Dann bekämpft ruhig weiter die Symptome, aber beschwert Euch doch bitte nicht, wenn die Lebensqualität hier im Kiez schleichend nachläßt, bis es irgendwann richtig weh tut. Dann kriegt’s auch der letzte Verfechter von Verdichtung und Eigentum mit, dass eine entsolidarisierte, nur auf Eigennutz und Rücksichtslosigkeit ausgerichtete Gesellschaft Nachteile für alle mit sich bringt. Auch für die, die jetzt noch glauben, auf der sonnigen Seite zu stehen. Die Animositäten jedenfalls werden eher zunehmen.

  3. FW

    Die Bezugnahme auf Lebensqualität ist kompliziert. Da würde man auf sehr viele divergierende Meinungen stoßen, wollte man sie untersuchen.

    Für die einen hängt sie (traurigerweise) am Parkplatzangebot, für andere an Schulqualität, Kita- und Spielplätzen, wieder andere schätzen ÖPNV-Anbindung, die homogene Bevölkerung (ja – ich finde es ziemlich homogen hier, auch wenn es noch ein paar Jährchen dauern wird, bis diese ganze langweilige, doofe Ossi/Wessi, „Zugezogen“/“Alteingessesen“-Chose sich ausnivelliert hat (dafür gibt’s dann natürlich neue Konfliktlinien, so wie es „früher“ ja auch andere gab (zB zwischen Sachsen und Nicht-Sachsen))), manche verbinden Lebensqualität mit Biobrot und Bioeis, manche mit Altbaucharme oder Neubauteneffizienz….

    Natürlich bemisst sich Lebensqualität nie nur in einer Dimension, sondern ist eine Mischung und sowieso wahrscheinlich vor allem eine Funktion des privaten (familiären, beruflichen, finanziellen, …) Seins. Ich will niemandem absprechen, ihre/seine Lebensqualität habe sich verändert. Es stellt sich dann aber auch noch die Frage: In Bezug auf welchen Referenzpunkt? Vor 12 Monaten, 5 Jahren, 10 Jahren? (Und sicher – vor 10 Jahren waren manche Aspekte rosiger in Pankow, andere aber ehrlich gesagt auch beschissener.)

    Pauschal zu behaupten, die Lebensqualität sinke o.ä., ist jedenfalls schwierig und ebensowenig einfach zu be- wie zu widerlegen. Es handelt sich m.E. erstmal um eine individuelle Aussage und kann schwerlich Resultat einer sozialen Analyse sein.

    Allerdings: Um eine Diskussion zu befeuern, eignet sich „Lebensqualität“ sehr sehr gut.

    1. Mareike Müller 007

      Wir können uns für’s erste auf eine einheitliche Definition einigen. Dazu schlage ich die folgende vor: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensqualit%C3%A4t

      Darüber hinaus schließe ich aus Ihrem bisherigen Antwortverhalten im Thread, dass Sie zur Baugruppe „Himmel & Hölle“ gehören, das heißt: Ihr Zugewinn an Lebensqualität mindert die meinige, die ich Kleingärten entlang der Bahntrasse als überlebensnotwendig in einer Stadt wie Berlin halte. Diverse Gründe sind im Link im Beitrag weiter oben vermerkt.

      Ich freue mich auf Ihre Antwort.

      1. FW

        Wikipedia: “Die Definition der WHO lautet: „Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen.““

        Ich finde, das spiegelt etwa, was ich auch geschrieben habe – subjektive Wahrnehmung ist m.E. der Schlüsselbegriff. Dies war auch der Grund für meine Einlassung: Mir schien, sie benutzten Lebensqualität als irgendwie objektive und allgemein feststellbare Größe, was ich für wenig förderlich halte. Ihnen selbst spreche ich aber überhaupt nicht ab, dass sie unter einer Verschlechterung dieser leiden. Aber das gilt eben nicht unbedingt für alle, vielleicht noch nicht einmal für die Mehrheit.

        Auch richtig: Die Steigerung der Lebensqualität des einen führt möglicherweise zur Senkung der Lebensqualität anderer. Jetzt wird’s aber kompliziert: Wie gehe man mit diesem Konflikt um? Da weiß ich auch erstmal keine schnelle Antwort. Man könnte jetzt das Gemeinwohl als Leitstern setzen (zu Gemeinwohl gibt’s natürlich auch nen Wiki-Eintrag), aber dieses in unserem Falle zu definieren ist eben auch nicht so leicht und vielleicht erst a posteriori, also wenn die Häuser schon gebaut, die Mieten schon gestiegen und das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, möglich.

        Ich unterstelle den Eigentümern jedenfalls erstmal keine Ignoranz, Frechheit und Rücksichtslosigkeit und halte es sogar nicht generell für verwerflich, wenn KGA Neubauten weichen müssen. Das Wort überlebensnotwendig kommt mir im Zusammenhang mit Kleingärten nicht über die Lippen.

        Im übrigen habe ich (leider) kein Wohneigentum, sondern zahle moderat Miete, ich fahre Auto und bekomme keinen Herzkasper, wenn sich nicht unmittelbar vor meiner Tür ein Parkplatz auftut, ich habe auch nicht den Eindruck, die Infrastruktur wäre kurz vor dem Kollaps und bin mit den staatlichen Schulen und dem Angebot an Kindergartenplätzen durchaus zufrieden. Möchten Sie noch mehr wissen?

        1. Mareike Müller 007

          Na, das Schöne an dem Link ist ja, dass er so viele Möglichkeiten in sich birgt. 😉 Sie haben sich für die subjektive Interpretation mit seriöser Institution als Quelle entschieden, die WHO. (Dachte ich mir)

          Deshalb: vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich freue mich sehr, dass Sie individuell mit Ihrer Situation sehr zufrieden sind. Da muss man ja jetzt auch nix ändern, nicht? Immer diese Weltverbesserer. Diese Spinner. Die mit dem Blick auf das Gemeinwohl, mit dem die Gemeinwohlgemeinten nix anfangen können.

          Alles Gute. Der nächste Sommer kommt bestimmt. Die Feinstaubbelastung wird auch dann nicht ohne sein. Und Zusammenhänge stören da nur.

          1. FW

            Ich schließe aus Ihrem bisherigen Antwortverhalten in diesem Thread, dass Sie nicht die Richtige sind, darüber zu befinden, was das Gemeinwohl ist und wie ihm zu dienen wäre.

            Feinstaub? Da vermute ich selektive Erinnerung: Die Luftverschmutzung ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen.

    2. Michael Waitz

      In Ihrer eigentlich ganz fundierten Aussage zur „Lebensqualität“ verstehe ich einen Aspekt nicht: was meinen Sie denn mit „homogener Bevölkerung“?
      Von einer solchen Formulierung fühlen wir uns als Familie, die hier lebt, angegriffen, weil die Kinder, auch wenn in Berlin geboren, afrikanische Wurzeln haben und daher so gar nicht „homogen“ aussehen.

      Oder meinen Sie das soziologisch? Welche neue Konfliktlinien meinen Sie denn?
      In unserem Mietshaus wohnen neben uns noch Rentner mit 550 € im Monat seit 50 Jahren in der 2Zimmerwohnung, Russen, allein erziehende Witwen, Mitglieder besonders christlicher Glaubensgemeinschaften etc. Suum cuique oder jeder nach seiner Façon. In Pankow.

      Oder meinen Sie:
      ach ja, der Wedding fängt nur ein paar hundert Meter weiter westlich an. Soldiner Kiez. Gott sei Dank ist die Unterführung immer noch die Grenze zu unserem schönen homogenen Innenstadteigentumswohnungvorort. Ach ja, aber die westliche Wiese im Bürgerpark wird ja doch schon von hereinflutenten Großfamilien zum illegalen Grillen benutzt. Wenn deren Kinder erst mal auf unsere homogenen Schulen (Migrationhintergrund in Pankow kleiner 10%) gehen…sinkt der Wert des Eigentums.
      Schon mal an einem schönen Nachmittag auf dem Tempelhofer Feld oder im Gleisdreieckpark gewesen? Die gelassene Stimmung dort gepaart mit der Vielfältigkeit der Akteure sollte die Atmosphäre ausmachen, die Berlin als Stadt atmen lässt.
      Ich hoffe, auch aufgrund unserer Erfahrungen als eine etwas andere Familie, dass sich Pankow in diese Richtung entwickelt. Wer eine „homogene Bevölkerung“ braucht, ist mit einem der Berliner Vororte nicht schlecht beraten.
      Aber ach, Vorsicht, Sido wohnt in Hohen Neuendorf und Bushido in Teltow….und Boateng als Nachbar?

      Echauffiert und deshalb mit verärgerten Grüßen
      Michael Waitz

      1. FW

        Okay, Mißverständnis.
        Ich nehme einfach an, dass Pankow u.a. auch deshalb attraktiv ist, weil homogen und „man“ unter seinesgleichen ist. Aber von mir war homogene Bevölkerung nicht wertend gemeint. Eher im Gegensatz zu dem in diesen Foren immer wieder beschworenen (und herbeigeredeten) Gegensätzen zwischen Ost/West, Zugezogen/Alteingesessen. Ich habe nix gegen Unterschiede, war vor zwei Wochen zuletzt auf dem Tempelhofer Feld und habe sogar schon (als krasse Minderheit) in der Sonnenallee gewohnt.
        Allerdings sehe ich Pankow eher auf dem Weg zu einer Sozialstruktur wie bspw. Friedenau oder Charlottenburg, die ja auch mal stark im Wandel (mit allen Konflikten) waren und momentan „stabil“ sind im Sinne der Bevölkerungsstruktur.
        Bitte nicht verärgert sein.

      2. Max Müller

        Auf die Grossgriller mit anschliessendem Müllbergen können wir tatsächlich gerne verzichten.

        Im Tierpark ist grillen deswegen schon verboten.

  4. Poltergeist rettet Florakiez!

    Mareike Müller 007, darf ich bei Ihnen wohnen bitte? Sie sind mir wirklich sehr sympathisch.
    Die Baugruppe Flora 86 hat mir meine weiße Villa geklaut und abgerissen, wie Sie sicherlich mitbekommen haben.
    Ich bin pflegeleicht, sehr energisch und unterhaltsam, kann aber manchmal auch brav und artig sein und gute Referenzen aus Preußen nachweisen.
    Miete in Höhe von 8 Talern zahle ich gerne und bar.
    Wir werden sehr gut miteinander zurechtkommen!

    1. Mareike Müller 007

      Sehr geehrter Poltergeist,

      sehr gern. Dürfen Sie bei uns wohnen. Wenn Sie sich mit all‘ den anderen Geistern verstehen, die hier bereits hausen, wir pflegen ein sehr gutes Klima für Geister aller Arten und Contenancen. Sie brauchen auch nix bezahlen, solange Sie keinen Streß verursachen (Techno nach 22:00 Uhr) Brav und artig ist so eher nicht unser Ding, was den Abwasch betrifft jedoch gern genommen. Ihre Heimatlosigkeit bedaure ich sehr. Was das zurechtkommen betrifft würde ich gern Ihre präferierte Erscheinungsform erfahren. geht das was?

      Herzlichst,
      MM007

  5. Poltergeist rettet Florakiez!

    Haben Sie vielen Dank für die netten Worte, MM 007.
    Abwaschen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, ich kann viele Sachen bieten, aber keine materiellen Sachen.
    Heimatslosigkeit ist übrigens relativ. Seit 1947 habe ich formell keine Heimat mehr; da wurde Preußen aufgelöst. Ich habe seit 1701 dort gelebt.
    Zu meiner Erscheinungsform: Lassen Sie sich bitte überraschen, MM 007.
    Ich weiß, wir sind hier auf florakiez.de und nicht auf parship.de aber ich glaube, ich habe mich verliebt 🙂

    mit vorzüglicher Hochachtung,
    Poltergeist

  6. Blümchen

    Ich kann jetzt leider hier aus der Ubahn nicht auf die Lebensqualität Diskussion eingehen. Aber zur Homogenität würde ich gerne kurz was sagen: die wird mit jedem Bauprojekt gefestigt, ich finde es mittlerweile fast schon öde. Da wohnt man im wilden Berlin und dann kommen immer mehr immergleiche (subjektiv) junge Familien. Das nervt mich (subjektiv) langsam, besonders im Sommer wenn man an den Eiscafes vorbeigeht. Ohne Kind würde ich hier auch nicht wohnen wollen. Eine gute Mischung in jeglicher Hinsicht gibt es noch in Moabit, das ich hier mal als positives Beispiel aufführen möchte. Oder natürlich Schöneberg, mein persönlicher Liebling!

    1. Caulerpa

      Ist doch dufte, für jeden was dabei!

    2. Max Müller

      hmmm wann war Pankow jemals wild, von Prenzlbeg abgesehen?

      1. Blümchen

        Ich meinte Berlin im allgemeinen. Pankow Pankow hat wohl immer zwischen spiessig und öde variiert. Gutbürgerlichkeit ist im Aufwärtstrend allerdings, es war ja schon mal so vor Jahrzehnten. Ich kann nicht mehr eindeutig sagen warum ich hier gelandet bin. Dem Kind gefällt es jedoch sehr und daher heißt es bloß nicht umziehen. Mag aber hauptsächlich an der Gewohnheit (Kind) liegen.

        1. Max Müller

          na mit dem Nick passt du doch hierher, vielleicht bist du ja innerlich schon voll assimiliert in die Spiessigkeit 😉

          1. Blümchen

            @ Max Müller: Der Nick wurde bewusst wegen Florastrasse gewählt und hat nichts mit der Sängerin oder so zu tun…hihi.

            Innerlich an die Spießigkeit assimiliert? Das Kind mit Sicherheit, kennt ja nichts anderes, ich rebelliere innerlich jedoch noch.

  7. Mareike Müller 007

    @FW

    „Feinstaub? Da vermute ich selektive Erinnerung: Die Luftverschmutzung ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen.“

    Stimmt. Hab‘ ich auch schon gelesen. Eine amerikanische Studie belegt, dass die Feinstaubmesswerte mittels einer Software von VW ermittelt und die statistische Auswertung vom ADAC vorgenommen wurde. Eine andere Studie kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass die Feinsdtaubbelastung in Berlin trotz gesunkener Werte immer noch viel zu hoch ist. Das war wahrscheinlich die Information, die Sie mir zu ergänzen übrig ließen, oder? http://www.morgenpost.de/berlin/article137727544/Die-Feinstaub-Belastung-ist-in-Berlin-deutlich-zu-hoch.html

    Dass die Feinstaubbelastung konkret hier im Kiez gestiegen ist in den letzten Jahren kann bemerken, wer hier im Hochsommer tagsüber unterwegs ist. Aber egal. Eine Bitte habe ich jedoch noch: Ersparen Sie mir in Zukunft Ihre Arroganz, das ist so würdelos. Ich verstehe den Begriff der Lebensqualität eher im soziologischen und weniger im individuellen Sinn. Wenn die Gesundheit einer Gemeinschaft bedroht ist, dann haben wir den kleinsten gemeinsamen Nenner individuell interpretierter Lebensqualität schon lange unterschritten und soweit sollte es ja nun mal eben nicht kommen aus meiner Sicht. Aber was red‘ i. Ein Bauzaun wäre wahrscheinlich aufgeschlossener gegenüber meiner Sichtweise.

    @Poltergeist: Wenn Sie es mit der Materie nicht so haben, woran merken Sie denn, dass Sie verliebt sind? Setzen biochemische Vorgänge – und nix anderes ist ja Verliebtheit – nicht Materie voraus? Oder bewegen Sie sich in metaphysischen Sphären? So im Wittgensteinschen Sinne? „Das Bestehen und Nichtbestehen von Sachverhalten ist die Wirklichkeit.“ (Tractatus logico-philosophicus 2.06) *schwer gespannt*

    Hochachtungsvoll
    Mareike Müller aus der 7. Generation des Hochadels von Mehl

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