Aus der BVV: Pankow plant neue Spielplätze im Kiez

Von | 1. März 2017

Heute gab es in der BVV eine Liste mit einigen schönen Dingen. Zumindest auf dem Papier. Die BVV hat die vom Bezirksamt vorgeschlagene Investionsplanung des Bezirks Pankow von 2017 bis 2021 beschlossen und gegenüber dem Senat angemeldet. Die Fraktionen von Linke, Grünen und SPD stimmten dem Entwurf zu. AfD und CDU haben sich enthalten.

Für den Florakiez sieht die neue Planung unter anderem eine Teilsanierung der Elisabeth-Shaw-Grundschule  (Elektroinstallationen und Brandschutz) mit einem geplanten Volumen von 861.000 Euro vor.

Spielen in der Schulzestraße

Spannend aus Sicht der Kiezbewohner ist der Posten „Erneuerung bestehender öffentlicher Spielplätze“.
Gesperrte und teilgesperrte Spielplätze sind ein ständiges Ärgernis im Bezirk. Für ganz Pankow besteht laut Bezirksamt bei 130 Spielplätzen dringender Handlungsbedarf. Das sind 59 Prozent aller Spielplätze.

Um den Sanierungsstau zu mindern, meldet der Bezirk einen Investions-Bedarf von insgesamt 21 Millionen Euro an. In einigen Fällen geht es dabei um kompletten Neubau, wie etwa beim derzeit gesperrten Spielplatz in der Dusekestraße. Spätestens seit einem Feuer an der Kletteranlage ist der so marode, dass der Bezirk keine Sanierung, sondern Abbruch und Neubau plant. Das Projekt ist mit 274.000 Euro kalkuliert.

Ebenfalls neugebaut werden soll die Skateranlage am Bürgerpark. Kalkulierter Kostenpunkt hier: 276.000 Euro. Allerdings müssen sich die Pankower noch ziemlich gedulden: Geplante Fertigstellung ist in beiden Fällen 2022.

Schon 2020 soll in der Schulzestraße auf dem Grundstück 33/34 an Stelle der Garagen ein neuer Spielplatz entstehen. Die Baukosten sind mit 130.000 Euro kalkuliert.

Senat muss noch zustimmen

Der Haken bei allen Maßnahmen: Der Senat muss der Planung noch zustimmen. Und selbst wenn er das tun sollte, so ist die Planung erst dann verbindlich, wenn sie es in das jeweilige Haushaltsgesetz für den Haushalt 2018/2019 bzw. im Falle der Spielplätze sogar 2020/2021 schafft.

AfD-Antrag auf Konsensliste

Bezirks-Bürgermeister Benn gab ein Update über die Flüchtlingssituation. Derzeit sind in zwölf Unterkünften in Pankow 3.400 Menschen untergebracht.

Kleine Randbemerkung: Trotz des Streits um den AfD-Stadtratsposten scheinen die Fraktionen nun teilweise zu kooperieren. So landete ein AfD-Antrag zur Verlängerung des Radwegs an der Prenzlauer Promenade auf der Liste der Anträge, die im vorher besprochenen Konsens aller Fraktionen in den zuständigen Ausschuss überwiesen wurden.

Die nächste BVV tagt am 05. April.

3 Kommentare zu “Aus der BVV: Pankow plant neue Spielplätze im Kiez

  1. Blümchen

    Fertigstellung der Spielplätze frühestens 2022 – wie geil, da sind gefühlt 80 % der Pankower Kinder fast im Teenageralter. Das lohnt sich ja dann richtig, wenn die dann endlich wieder im Sandkasten buddeln können.

  2. Martin

    Fertigstellung 2022 – das ist wohl für die Kinder der Kinder projektiert. Oder man will auf Nummer sicher gehen das die Kinder alt genug sind und sich nicht an den Spielgeräten verletzen. Prinzipiell begrüßenswert, aber die Planungs- und Umsetzungszeiten von städtischen Projekten sind einfach zu lang.

  3. Poltergeist rettet Florakiez!

    „Um den Sanierungsstau ZU MINDERN (!), meldet der Bezirk einen Investions-Bedarf von insgesamt 21 MILLIONEN Euro an.“
    „Das Projekt ist mit 274.000 Euro kalkuliert.“
    „Kalkulierter Kostenpunkt hier: 276.000 Euro.“
    „Die Baukosten sind mit 130.000 Euro kalkuliert.“
    „GEPLANTE Fertigstellung ist in beiden Fällen 2022.“ (leichtes BER-Syndrom vielleicht?)

    Darf ich, als uralter Poltergeist, mal behaupten, dass die einfach einen Knall haben?
    Es ist eine Absurdität und eine Schande! Inkompetenz und Verarschung hoch drei!

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