Geschafft: Wollankstraße wieder frei

Von | 23. Mai 2017


In den vergangenen neun Tagen war der S-Bahnhof Wollankstraße Sperrgebiet. Die Deutsche Bahn hat an der Überführung zwei Hilfsbrücken eingebaut. Dafür wurde ein ordentlicher Fuhrpark aufgeboten. Alles war ein paar Nummern größer als gewohnt: Die Brückenteile, der Kran, die Lastwagen. Funken sprühten, Teile schwebten und gleichzeitig fuhr die S-Bahn weiterhin, so dass man aus dem Waggon für einen kurzen Moment beste Draufsicht hatte. Es war eine logistische und technische Herausforderung, die viele Fußgänger veranlasste, für eine Weile stehen zu bleiben und zuzuschauen.

Autofahrer mussten während dessen weite Umwege fahren. Am ersten Tag führte dies zu einem Verkehrschaos, die Schulzestraße war hoffnungslos überlastet. Doch Autofahrer sind lernfähige Wesen, so dass es am nächsten Tag bereits ungewohnt ruhig auf der Wollankstraße war, auch wenn es den Anwohnern der Umleitungsstrecken immer noch reichte.

Auch für S-Bahnfahrer ist Erlösung in Sicht. Ab Mittwoch früh sollen die Linien wieder so fahren wie gewohnt. Das eigentlich Schlimme waren nicht die Umleitungen und das vermehrte Umsteigen. Schlimm waren die übervollen Züge mit unfreiwilligem Körperkontakt und allerlei Gerüchen, die im Laufe des Tages immer schwerer zu ertragen waren. Nun kehren wir also zurück zum normalen Wahnsinn – mit Stau auf der Wollankstraße und gewohnt (über)vollen Zügen im Berufsverkehr.

Herzlichen Dank an Axel Hamann für das Video und an Sibylle Metzger für Fotos.

Mehr zum Thema:
Zwei Hilfsbrücken für den S-Bahnhof Wollankstraße
An der S-Bahnbrücke fliegen die Funken
Ein Weg weniger in den Kiez – die Wollankstraße wird gesperrt

 

3 Kommentare zu “Geschafft: Wollankstraße wieder frei

  1. axel hamann

    informativer und schöner beitrag
    frau bonhoff versteht es, den leserinnen und lesern
    aktuelle kiezbeiträge und globale ereignisse nahe zu bringen,
    als wäre man selbst haut nah dabei. super redakteurin.

  2. Max Müller

    Eins muss man der Verkehrslenkung Berlin lassen, sie haben Sinn für Humor.

    Sie lassen die 38-Tonner einfach bis zur Brücke durchfahren, wo sie dann selber merken dass es nicht
    weiter geht und sich dann durch die Schulzestr. quälen.

    Ist es so schwierig die Strasse so zu sperren/umzuleiten dass keiner durchkommt?

  3. Poltergeist rettet Florakiez!

    Es war allerdings eine sehr schöne, ruhige Zeit.
    Der BER-Effekt ist leider nicht eingetreten.

Keine Kommentierung mehr möglich.