Fundstück: Schneller Down und schneller Up

Von | 23. Oktober 2016

Gefunden im Briefkasten (Dank an M. Brennigk)

Über zehn Jahre kämpfte die Initiative DSL nach Pankow für schnelles Internet im Florakiez. Die Telekom stellte sich lange quer, rüstet jetzt aber endlich auf. Wer bisher nicht oder nur langsam angebunden war, kann ein- oder umsteigen. Die ersten Briefe sind verschickt. Neben der Telekom bieten auch Kabel Deutschland, Primacom, Vodafone und Telecolumbus ihre Dienste im Kiez an.

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Hanno Hall
Hanno Hall

Lebt seit 1997 in Berlin und seit 2010 im Kiez. Verantwortet n-tv.de und die n-tv Apps. Interessiert sich für Baustellen, Flughäfen und Politik. Geht zu Fuß, fährt Rad, BVG und Auto.

6 Kommentare zu “Fundstück: Schneller Down und schneller Up

  1. frank

    Nun muss man leider sagen, dass der Ausbau von Pankow nicht auf die besagte Initiative zurückgeht – und auch nicht auf die Bemühungen diverser Lokalpolitiker, die sich das gern auf die Fahne schreiben (http://www.cdupankownord.de/lokal_1_1_115_Pankower-Norden-bekommt-schnelleres-Internet.html).

    Es handelt sich schlicht um eine technische Notwendigkeit, die alte OPAL-Technik abzulösen. Umso ärgerlicher, dass die Politik jubelt, obwohl sie es jahrelang verpennt hat, moderne Glasfasertechnik (FTTH) zu fördern, statt einer wackeligen Brückentechnologie (Vectoring).

  2. DSLnachPankow

    Der aktuelle Breitbandausbau der Telekom im Florakiez basiert auf Glasfaser bis zu den Verteilerkästen in der Straße und bietet durch die kurzen Distanzen für Privathaushalte und Gewerbe die Grundvoraussetzung für hohe (und zukünftig steigerbare) Bandbreiten und niedrige Latenzen. Wenn „wackelig“ insinuieren soll, Vectoring sei unzuverlässig, so ist dies falsch. Dass wir im Rahmen des aktuellen Ausbaus in Pankow keine Rolle gespielt hätten, sieht die Telekom (übrigens auch Kabelwettbewerber) anders.

  3. frank

    Das mag bei kurzen Distanzen, wo der Kabelverzweiger quasi vor der Haustür steht, zutreffen. Bei längeren Wegen ist Vectoring praktisch wirkungslos. Und auch bei „zu großen“ Bündeln, da hier das Übersprechen nicht mehr ordentlich weggefiltert werden kann. Nicht zu vergessen: Der Stromverbrauch für die auf beiden Seiten benötigten DSPs ist immens. Der Kunde zahlt das mit Stromrechnung.
    Mit DSL werden wir weiterhin nur asymmetrische Bandbreiten haben, wo der Kunde ganz klar in der Rolle als „Konsument“ manifestiert wird.
    Zürich macht es vor: Die Stadtwerke haben Fasern verlegt (gemeinsam mit der Swisscom), große und lokale Provider können die Leitung für wenig Geld mieten. Ergebnis: 1000/1000 für 65 CHF im Monat. So geht das.
    (Und in Berlin-MItte geht das ja auch.)

    Die Telekom hat nach 20 Jahren Laufzeit das OPAL abschalten müssen. Die Technik war hoffnungslos veraltet, es gibt schon seit Jahren keine Ersatzteile mehr und die Förderverträge von damals sind ausgelaufen.
    Deswegen musste sie KDG kündigen, d.h. die mussten ohnehin komplett neu verlegen. Die Telekom musste auch neu verlegen, also hat sie Fasern gelegt, logisch. Das ist aber keine Leistung der Politik oder DSLnachPankow (oder der SPD?) sondern das war zwingend erforderlich. Schließlich stand auch die OPAL-Technik All-IP im Weg, es ging also gar nicht anders.

    Die Telekom hätte ja mal wenigstens die Hauseigentümer fragen können, ob sie die letzten 5-10 Meter Fasern auf eigene Kosten ins Haus hätten legen sollen (und die Politik hätte die Telekom mal bitten können, das zu tun).

  4. NennenwirIhnTom

    Endlich! Seit heute „richtiges“ Internet, eine Wohltat nach all dem langen Warten…

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