Fluglärm-Veranstaltung im Rathaus

Von | 16. September 2018

Krachmacher über der Wollankstraße

Um den BER ist es ruhig geworden, während es um Tegel immer lauter wird. Die Pleite von Air Berlin hat nur kurz für ein wenig Ruhe gesorgt, inzwischen wird wieder reichlich über Pankow gelandet und gestartet. Der alberne Volksentscheid ist Geschichte und in Schönefeld wird (hoffentlich) an den letzten Mängeln gearbeitet, ehe der neue Flughafen (hoffentlich) 2020 an den Start geht.

Wer Fluglärm blöd findet, sollte am Donnerstag, 27. September, um 19 Uhr in den großen Saal des Rathaus Pankow kommen. Die Bürgerinitiative Pankow sagt NEIN zum Flughafen Tegel informiert über den Stand der Dinge.

Das Programm:

Grußwort
Sören Benn (Linke), Bezirksbürgermeister 

Wo stehen wir nach dem Volksentscheid?
Tilmann Heuser, BUND Berlin

Welche Klagemöglichkeiten gibt es? 
Carsten Sommer, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Wachsender Luftverkehr contra Klimaschutz 
Heiner von Marschall, VCD Landesverband Berlin
Werner Reh, ehemaliger Referent für Infrastruktur und Verkehr BUND

Wie geht es weiter?
Sprecher der Bürgerinitiative Tegel schließen-Zukunft öffnen

Moderation
Tanja Samrotzki

Die Tegel-Freunde sind natürlich auch herzlich eingeladen. Wäre sonst ja langweilig.

Nützliches zum Thema Fluglärm:
Ist Pankow der Fluglärm egal?
Keine Lärmschutzzone: Ohren zu und durchhalten
Messergebnisse im Internet: Grüne und rote Punkte zeigen den Geräuschpegel
Start nach Westen oder Osten: Ja, wie fliegen sie denn?
Flugbewegungen live: Was fliegt denn da über der Florastraße?

Hanno Hall
Hanno Hall

Lebt seit 1997 in Berlin und seit 2010 im Kiez. Verantwortet n-tv.de und die n-tv Apps. Interessiert sich für Baustellen, Flughäfen und Politik. Geht zu Fuß, fährt Rad, BVG und Auto.

47 Kommentare zu “Fluglärm-Veranstaltung im Rathaus

  1. Max Müller

    Volksentscheide sind also albern.

    Dann bauen wir doch Tempelhof mit 200000 Wohnungen zu, dann hört das Wohnungsgejammer auch endlich auf.

  2. Kenny

    Das Geschwafel im Rathaus ändert genau was an der BER-Eröffnung? Genau, NICHTS!
    Der Bürgerwille, also der Wählerwille soll auch weiterhin keine Bedeutung haben?
    Klasse Ansicht Herr Hall. So funktionieren Diktaturen.

    1. Hanno HallHanno Hall Post author

      Mit Punkt eins haben Sie Recht. Die Veranstaltung im Rathaus wird an der Tegel-Schließung oder der BER-Eröffnung nichts ändern.
      Mit Punkt zwei liegen Sie falsch. Erstens ist die Schließung demokratisch beschlossen worden. Und zweitens war das Volksbegehren der FDP nichts als ein populistischer Wahlkampfklamauk. Die Liberalen waren zu feige, über ein konkretes Gesetz abstimmen zu lassen, stattdessen wurde den Wählern ein unverbindlicher Appell vorgelegt. Denn die FDP weiß und wusste, dass die Sache aussichtslos ist.

      1. Kenny

        Das die FDP der Treiber bei diesem Volksbegehren war ist mir durchaus bewusst.
        Jetzt kam es dazu und der Wahlbürger hat demokratisch anders entschieden.
        Das man jeden Vertrag kündigen kann sollten allerdings auch sie wissen.
        An die Debatte, in der Urania vergangenes Jahr im September, mit dem Vortrag von Helge Sodan werden sie sich bestimmt erinnern können. Entsetzen beim Regierenden Bürgermeister als Helge Sodan das Publikum aufklärte.
        Plötzlich war unter bestimmten Umständen der Weiterbetrieb von Tegel möglich, obwohl die gesamte Presse dies im Vorfeld anders publizierte.
        Was hat die Berliner Regierung bis heute zusammen mit der Regierung in Brandenburg getan um hier dem Wähler bei diesem Volksentscheid gerecht zu werden? Nichts. Genau darum geht es.
        Monat für Monat wird alles schön weiter verschleppt. Bloß kein weiteres Volksbegehren auch noch in Brandenburg.
        zum Thema BER. Also weiterwurschteln wie bisher und keine schlafenden Hunde wecken.
        Das finden sie in Ordnung? Na sind wir wohl geteilter Meinungen.

        1. Hanno HallHanno Hall Post author

          Ich finde in Ordnung, dass Tegel geschlossen wird. Weil innerstädtische Flughäfen beim heutigen Flugbetrieb nicht mehr zumutbar sind. Der ganze Rest ist nicht in Ordnung. Weder der Standort Schönefeld, noch die skandalöse Bauerei, noch die Kosten, noch dass niemand verantwortlich gemacht wird.

      2. Lars Woltersdorf

        Es ist egal ob es populistisch von der FDP war.
        Der Bürger ist gefragt worden und der Bürger hat geantwortet. Ein Volksentscheid als albern abzutun finde ich schon techt dreist. Ich wohne in der Einflugschneise in Spandau seit 47 Jahren und bin nicht erst 2010 hierher gezogen. Und sich dann noch beschweren.

        1. Hanno HallHanno Hall Post author

          Es ist nicht egal. Denn die FDP hat bewusst über einen unverbindlichen Appell abstimmen lassen, statt über ein konkretes Gesetz. Da haben sich viele für dumm verkaufen lassen.

          1. Max Müller

            Ein Gesetzentwurf wäre in diesem Zusammenhang gar nicht sinnvoll oder möglich, weil ja nicht nur Berlin zu entscheiden hat.

            Aber die Aufforderung neu zu verhandeln mit Bund und Brandenburg schon.
            Es spricht eben sehr viel für einen zweiten Flughafen, andere Städe würden sich die Finger danach lecken.

            Vor allem muss er ja nicht in der derzeitigen Form offen bleiben. Man könnte eine Landebahn schliessen und die Flugzeiten verkürzen, hätte einen Notfallflughafen und
            könnte den allgemeinen Flugverkehr (kleine Flugzeuge) hier abwickeln.

            Die Lärmbelastung würde ausserdem reduziert wenn endlich wie seit Jahren geplant ein neues Fluglandesystem eingeführt würde, das gekurvte und steilere Anflüge möglich macht. Dann wäre Pankow kaum noch betroffen.

            https://www.tagesspiegel.de/wissen/navigationssysteme-punktlandung-mit-hilfe-aus-dem-all/1043868.html

  3. Blümchen

    Was soll dass denn bitte für ein Volksbegehren sein, bei dem über die Schließung bzw. Den Erhalt eines Flughafens abgestimmt wird? Als ob es keine dringenderen Probleme gibt oder als ob wir quasi Tag und Nacht an den Flughafen denken und nicht ohne könnten…und als ob ganz Berlin monatlich oder gar wöchentlich ins Flugzeug steigt. Ein Volksbegehren sehe ich da ehrlich gesagt nicht. Vielleicht bin ich aber auch nicht dumm genug…

    Und ja: Tempelhof maßvoll bebauen wäre eine gute Idee. So ein riesen leeres Feld ist ja nun auch nicht das Nonplusultra.

    1. Kenny

      Bei Tempelhof gab es auch ein Volksbegehren!
      Dieser Flughafen wurde deshalb geschlossen, weil das Volk mit einem Begehren so entschieden hat.
      So einfach kann Demokratie sein.
      Die Nachnutzung, gegen eine Randbebauung von Tempelhof wurde auch durch den Wahlbürger entschieden = Demokratie.
      Kommen sie damit zurecht?
      Wenn nur noch Randgruppen für A-Z Entscheidungen treffen würden, gäbe es bald Krieg oder eine Diktatur. Beides geht schief wie uns die Geschichte lehrt.

      1. Blümchen

        Ich kenne das Volksbegehren. Habe mich damals schon gefragt, ob das außer den Wutbürgern noch irgend jemand dient. Hören wir doch mal auf mit der Pseudodemokratie. Wer sind Sie denn wer bin ich dennn dass wir hier aus Pankow heraus in einem Bolksbegehren über die Bebauung am anderen Ende der Stadt abstimmen könnten. Wie lächerlich. Ich habe Freunde in Tempelhof und die meisten von Ihnen fänden eine maßvolle Bebauung nicht nur ok sondern such entlastend. Aber solange es Menschen wie Sie gibt, die auf Volksbegehren pochen, bei so Mikrothemen, die schon per se gar nicht von allen Berlinern entschieden werden können, da für viele schlicht nicht in der Top 10 der echten Themen und daher wenig relevant, naja solange herrscht Stillstand in der Stadt und das werden dann auch sie zu spüren bekommen.

        Alleine schon das Geld dass für beide Volksbegehren verschwendet würde, das tut weh…und fehlt an anderer Stelle. So einfach ist das. Zwei Volksbegehren für die dumme Masse. Tegel wird schließen und Tempelhof bebaut, alles andere wäre verantwortungslos.

        1. André

          Genau, Blümchen. Gut argumentiert. Das kann ich nur unterstützen.

        2. Kenny

          Demnach sind sie eine gegen direkte Demokratie und wollen eigentlich was der ihnen wichtigen Top-Themen für Berlin?
          Wollen sie nur Volksbegehren für „Makro-Themen“ ?
          Wollen sie Politik für sie persönlich und der Rest spielt keine Rolle?
          Wollen sie eine Diktatur? Da würde ein Krieg wahrscheinlich werden.
          Ich verstehe ihre ganze Argumentation überhaupt nicht, auch nicht was sie eigentlich möchten.
          Wahlergebnisse sind nicht die Ergebnisse von „Wutbürgern“ sondern Ergebnisse vom Können oder Versagen der Politiker in der Vergangenheit und deren Glaubwürdigkeit.
          Wahlen sind auch Vertrauensvorschuss für die Zukunft. Wurde Vertrauen mehrfach gebrochen, wird sich auch eine Beziehung nicht halten.
          Schauen sie auf die Wahlen in Bayern und Hessen in den nächsten Wochen, insbesondere jedoch auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr.

          1. Blümchen

            Wichtigere Themen, also sogenannte Makro-Themen, die wirklich ganz Berlin betreffen, wären eher sowas: Bildung, Infrastruktur, Arbeitszeiten, Verkehrssicherheit, Wohnungsbau, Altersarmut, Sauberkeit, Umweltschutz, Gesundheit, Sicherheit, Privatisierung, Sport etc und nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und nicht unbedingt vollständig.

            Volksentscheide in Berlin: drehen sich um einen Flughafen und maßvollen Wohnungsbau auf einem ehemaligen Flughafen. Dabei steckt hinter beiden nur, dass man nicht möchte dass andere Leute gut wohnen. Das ist ein sehr kleingeistiges Denken. Oder Flughafenneurose.

        3. Max Müller

          >Alleine schon das Geld dass für beide Volksbegehren verschwendet würde, das tut weh…
          >und fehlt an anderer Stelle. So einfach ist das. Zwei Volksbegehren für die dumme Masse.
          >Tegel wird schließen und Tempelhof bebaut, alles andere wäre verantwortungslos.

          Mal krass formuliert: Ich finde das Geld dass für den Bundestag und Länderparlamente verschwendet wird tut auch weh, voll rausgeschmissen das Geld.

          Für diese 2 MILLIARDEN könnte man man jedes Jahr mindestens 10000 Wohnungen bauen.

      2. Max Müller

        Das kann man so oder so sehen:

        Bereits am 30. Januar 2008 wurde das nötige Quorum von 170.000 Unterschriften erreicht.[41] Insgesamt wurden gut 208.000 Zustimmungserklärungen abgegeben.[42] Der anschließende Volksentscheid Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen! fand am 27. April 2008 statt. Er wurde abgelehnt, da bei einer Wahlbeteiligung von 36,1 % zwar 60,1 % der Teilnehmer dafür stimmten, jedoch bezogen auf alle Wahlberechtigten sich damit nur eine Zustimmung von 21,7 % ergab; notwendig wäre ein Viertel der Abstimmungsberechtigten gewesen.[43] Die Kosten für die Durchführung des Volksentscheides betrugen rund 2,5 Millionen Euro.[44] Gegen das festgestellte Ergebnis des Volksentscheids wurde von der ICAT Verfassungsbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingelegt.[45] Am 27. Oktober 2008 entschied dieser, dass der Volksentscheid nicht wiederholt werden muss.[46]

        Wenn man die Volksbegehren mit Absicht immer abseits der sonstigen Wahltermine legt, damit
        weniger zur Wahl gehen, geschenkt. Eins ist sicher: Politiker haben kein Interesse an Volksbegehren, was erdreistet sich der Souverän mitbestimmen zu wollen, ausser alle vier Jahre mal ein Kreuz zu machen.

        1. Blümchen

          Man könnte ja ähnlich wie in der Schweiz jährliche Volksbegehren-Sonntage einführen. da kann dann zeitgleich über diverse Themen abgestimmt werden. Und jede Lobbygruppe kann sich mal austoben. Wäre strukturierter. Und man könnte mehrere Themen unterbringen, und nicht ein Thema viel größer werden lassen als nötig. Gleichzeitig könnte man dann auch mehrere Interessengruppen beglücken.

          Trotzdem verstehe ich bei den beiden letzten Volksentscheiden in Berlin nicht, warum ich als Pankower mich erdreisten sollte über Tempelhof abzustimmen und was jemand aus sagen wir mal Marzahn zu Tegel zu sagen hat. In diesem Fall sollten direkt betroffene eine extra Stimme bekommen bzw. die Gewichtung anders gewertet werden oder gleich Volksbegehren auf Bezirksebene runtergebrochen werden. Sonst verkommen solche Volksbegehren zur puren Stimmungsmache (Tempelhof = Müller abstrafen und niemandem Wohnungen gönnen und Tegel= Cityflughafen für Faule und Mieten in Pankow drücken). Es ging bei beiden Volksbegehren nur noch teilweise um die Sache. Da kommt dann natürlich ein verfälschtes Ergebnis raus, wenn Lobbyisten und Verschwörungstheoretiker am Werk sind. Ich möchte nicht Teil von sowas sein. Dann lieber über allgemeingültige Themen abstimmen….

          1. Kenny

            Nach etwas Recherche habe ich festgestellt, dass die AFD die einzige Partei ist, die in ihrem Wahlprogramm, „Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild“ zu stehen hat. Und zwar ganz vorn unter Punkt 1.4.
            Das sollte auch ihnen zu Denken geben. Bei allen anderen Parteien stehen lediglich allgemeine Formulierungen für mehr direkte Demokratie und schwammiges irgendwas = Auslegungssache bei Bedarf wie man es gerade benötigt.
            Ein Cafebesitzer mit Aussenterrasse im betroffenen Teil Pankows als Beispiel, der in Marzahn wohnt, hat bei ihrem Bezirkswahlrecht also keine Wahlmöglichkeit und somit die Klappe zu halten – hmm.
            Sie würden demnach nur Personen mit ständigen Wohnsitz im betreffenden Bezirk für ein solches Volksbegehren zulassen?
            Oder hätte sie lieber nur Wahlkreisbezug genommen? Direkt Betroffene sind welche, wer sucht diese wonach mit welchen Maßstäben aus? Aufgrund der Lärmkarte oder wie hätten sie es gern? Ganz dünnes Eis!
            Dann haben sie praktisch im Vorfeld bereits ein Wahlergebnis, lediglich ohne konkrete Zahlen für die Statistiken. Soll demokratisch oder gezielte Ergebnissteuerung sein?
            Um ihre Worte zu verwenden: „Vielleicht bin ich aber auch nicht dumm genug…“
            Sie sollen sich übrigens nicht erdreisten über etwas abzustimmen. Lassen sie ganz einfach die Abstimmung bleiben. Das ist ihr gutes Recht.
            Sie verwenden übrigens oft mediale Schlagworte. Ist ihnen das selber bereits aufgefallen?
            Beispiele: „Stimmungsmache“, „Lobbyisten und Verschwörungstheoretiker“, “ Lobbygruppe“, „Wutbürgern“.

  4. Andre

    Wenn jeder der gegen Tegel ist den Flughafen nicht nutzt, trägt er dazu bei das es ruhiger wird 🙂

    1. Sven

      Top genau so……..
      Für Umweltschutz sein und mit dem Auto zum Supermarkt. Das ist unsere heute Gesellschaft!

  5. Klaus Richter

    Ich als Spandauer und nicht Pankower muss mich in der Spandauer Neustadt auch mit den schon zum „an fassenden“ Flugzeugen seit 40 Jahren beschäftigen.
    Geärgert habe ich mich darüber nie, denn wir leben nicht in einem ländlichen Raum ohne Infrastruktur. Die meisten Menschen, welche sich über den Lärm aufregende fliegen selber dienstlich oder Privat mit Flugzeugen. Da ist dann auf einmal kein schlechtes Gewissen mehr vorhanden, weil ihnen das Hemd näher ist als die Hose!
    Es gäbe keine Diskussion, wenn Diepgen und Stolpe sich auf Sperenberg geeinigt hätten. Haben sie aber nicht, denn die Bevölkerung wollte einen Stadtnahen Flughafen. Der Trans Rapid hätte diese Entfernung aber leichter gemacht.
    Heute noch wäre es möglich den Leipziger Flughafen als zentrales Mitteldeutsch Drehkreuz zu aktivieren. Liegt an der Autobahn und ICE Trasse und von Berlin mit einem Sprinter schneller zu erreichen als manch anderer Flughafen.
    Dieses Thema wurde aber wegen des Interessenkonflikt der Betreiber von München und Frankfurt verhindert.
    Das Fazit wäre: Pankower und umliegende Regionen, sowie Schönefelder und deren Umland Gemeinden hätten Ruhe gehabt. Nun aber ist die Aufregung wegen der hohen Kosten für Schönefeld, dem Lärmschutz und vielen anderen Problemen bis hin zum Schönefelder Verkehrschaos groß falls dieser mal eröffnet wird. Schon jetzt ist die Stadtautobahn überfüllt , die Bahnanbindung lässt auch zu wünschen übrig und was kommt nach der Eröffnung?
    Da haben die Bürger noch massive Probleme bekommen und dann wird das gejammere auch wieder groß sein!

  6. Klaus Richter

    Ich als Spandauer und nicht Pankower muss mich in der Spandauer Neustadt auch mit den schon zum „an fassenden“ Flugzeugen seit 40 Jahren beschäftigen.
    Geärgert habe ich mich darüber nie, denn wir leben nicht in einem ländlichen Raum ohne Infrastruktur. Die meisten Menschen, welche sich über den Lärm aufregende fliegen selber dienstlich oder Privat mit Flugzeugen. Da ist dann auf einmal kein schlechtes Gewissen mehr vorhanden, weil ihnen das Hemd näher ist als die Hose!
    Es gäbe keine Diskussion, wenn Diepgen und Stolpe sich auf Sperenberg geeinigt hätten. Haben sie aber nicht, denn die Bevölkerung wollte einen Stadtnahen Flughafen. Der Trans Rapid hätte diese Entfernung aber leichter gemacht.
    Heute noch wäre es möglich den Leipziger Flughafen als zentrales Mitteldeutsch Drehkreuz zu aktivieren. Liegt an der Autobahn und ICE Trasse und von Berlin mit einem Sprinter schneller zu erreichen als manch anderer Flughafen.
    Dieses Thema wurde aber wegen des Interessenkonflikt der Betreiber von München und Frankfurt verhindert.
    Das Fazit wäre: Pankower und umliegende Regionen, sowie Schönefelder und deren Umland Gemeinden hätten Ruhe gehabt. Nun aber ist die Aufregung wegen der hohen Kosten für Schönefeld, dem Lärmschutz und vielen anderen Problemen bis hin zum Schönefelder Verkehrschaos groß falls dieser mal eröffnet wird. Schon jetzt ist die Stadtautobahn überfüllt , die Bahnanbindung lässt auch zu wünschen übrig und was kommt nach der Eröffnung?
    Da haben die Bürger noch massive Probleme bekommen und dann wird das gejammere auch wieder groß sein!

  7. Berend

    Es geht nicht um Missachtung irgendwelcher Volksentscheide (mal dahin gestellt, wie sinnig die formuliert sind, liebe FDP), sondern darum, wie es nun weitergeht hier in Pankow mit dem Fluglärm:
    was ist jetzt zu tun?
    wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?
    wie ist denn die rechtliche Situation des Volksentscheides?
    Wann gilt der Lärmschutz für die Anwohner?

    Also: nicht nölen, sonder vorbeikommen zur Veranstaltung

    1. Kenny

      Der Fluglärm geht mindestens bis zur Eröffnung des BER so weiter + 6 Monate.
      Was sie tun können? Zwei Punkte sind denkbar:
      Rechtzeitig einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der ihren Anspruch auf Lärmschutz ab 01.01.2020 durchsetzt.
      Vorausgesetzt sie sind Immobilienbesitzer.
      Ein Umzug löst dieses Problem ggf. auch zu ihrer vollsten Zufriedenheit bereits im Vorfeld.

      Der Senat wurde mit Wahlergebnis aufgefordert tätig zu werden, dh. Mit Brandenburg und dem Bund zu erneut kommunizieren, zu verhandeln und alle Möglichkeiten abzuwägen wie und ob man dem Wahlergebnis des Bürgers gerecht werden kann. Auch neue, unabhängige externe Gutachten gehören dazu sowie unpolitische juristische Beratungen.
      Selbstverständlich hat der Senat die gesamte Berliner Bevölkerung über Bemühungen und Anstrengungen, Zwischenergebnisse usw. regelmäßig von sich aus zu informieren = „Sachstands-Nachrichten“.
      Alle Fragen beantwortet?
      Viel Spaß bei der politischen Schwafelrunde im Rathaus.

      PS: Sollte es ein lecker Buffet vor (!) diesem Geschwalle geben, oder der Ratskeller plötzlich wieder offen sein, komme ich auch extra dafür vorbei.

  8. Blümchen

    @kenny: ich finde gekoppelte Volksentscheide in einem Rutsch gut, dass heißt noch lange nicht dass ich alles was in der Schweiz abgeht gut finde und wenn es bei der AFD im Wahlprogramm drin steht, dann sind sie auf jeden Fall besser informiert als ich. Und auch wenn ich alles andere als AFD-nah bin, würde ich nicht sagen dass alles was die wollen falsch ist, vielleicht sind ja 5 % gute Ansätze dabei, es geht ja um die Sache.

    Mediale Schlagwörter, hm kann schon sein. Habe halt die neisten Infos aus den Medien. Und

    I’m übrigen waren das alles eher laienhafte Vorschläge von mir, also sehr volksnah sozusagen. Ich befasse mich nur am Rande mit solchen Themen.

    Ach und streiten will ich mich auch nicht mit Ihnen und schon gar nicht missionieren. mir ist schlicht egal was Sie denken. Vielleicht sollten sie das nächste Mal bei Deutschland spricht mitmachen, wie es aussieht wären Sie mir zugelost worden.

    1. Kenny

      Ja genau, mir geht es auch nur um die Sache.
      Ich kannte bis zu ihrem vorherigen Text kein einziges Wahlprogramm, daher schrieb ich „Nach etwas Recherche habe ich festgestellt….“. Auch laufe ich keiner spezifischen Politik, Ideologie, Sekte oder sonstigen irgendwas nach. Nur mal so als Randinfo. Mein bisschen übrig gebliebene Restfreiheit bedeutet mir sehr viel mehr.
      Ich würde persönlich die komplette Politik der Schweiz hier gern dupliziert sehen, auch die Fiskalpolitik.
      Geht leider nicht weil es die unsäglichen Herrschaften in Brüssel und die EZB gibt.
      Die Schweiz hatte man bereits 1999 abgeschrieben und als nicht überlebensfähig medial dargestellt. Das verschärfte ich nochmals mit Einführung des Euro als Bargeld Anfang 2002. Hat offensichtlich nicht funktioniert.
      Nunja, der Bürger hats vergessen oder verdrängt. So soll es sein.
      Sehen sie die hiesige Konversation etwa als Streit? Es ist ein Meinungsaustausch ohne persönliche Wertung.
      Missionieren funktioniert bei mir leider nicht, habe übrigens auch eine bewusste Marketingresistenz mit Erfolg auf- gebaut. Das kann man ganz gut im Alltag testen, sofern man zum Thema XYZ irgendwo angesprochen wird und sich unvorbereitet die Zeit für den Austausch von Argumenten nimmt.

      „Deutschland spricht“ ist mir nicht bekannt – eine Sendung die wo läuft?
      Einen TV besitze ich allerdings (noch). Da laufen gelegentlich Filme ohne Werbung oder schöne Dokumentationen aus der Natur oder den Naturwissenschaften.
      Ansonsten informiere ich mich ausschließlich über das Netz. Einige YouTube – Kanäle sind dazu tatsächlich gut geeignet, sofern man neutral an Dingen oder Wissen interessiert ist.
      Auch der gelegentliche Wechsel von Browsern und Suchmaschinen hilft, um aus der eigenen, durch Suchmaschinen aufgebauten bzw. unterstützten/geförderten Blase heraus zu kommen.
      Vertrauen sie Wikipedia zudem nicht bei politischen Themen oder Personen. Nur so als Tipp. 🙂

    2. Max Müller

      hmmm um zu wissen ob mehr als 5% dabei sind müsste man das Wahlprogramm natürlich lesen … aller Parteien.

      Das Volk sind alle, alle dürfen abstimmen, und wenn falsch abgestimmt wird, seis drum, besser als Politik im Hinterzimmer

      1. Blümchen

        Ich glaub ich muss mir ein neues „Volk“ suchen….bei den Antworten hier.

        Oder jeder kann mal reihum Abstimmung „spielen“. Wär auch eine Maßnahme.

        Und wozu die Programme lesen – wer garantiert und kontrolliert denn die Umsetzung? Aber stimmt, die Zahl 5 % war jetzt von mir komplett aus der Luft gegriffen.

  9. HansWurst

    Das ist ja mal wieder ein tolles Baugruppenthema!
    Fluglärm…ja und…
    Strassenlärm…auch schlimm
    Cafelärm…kaum auszuhalten
    Kinderlärm….die Nerven liegen blank

    Ich würde lieber tausend Flugzeuge gegen bezahlbare Mieten eintauschen, Mieten die sich jeder leisten kann, wo man ohne Angst umziehen, ausziehen, sich vergrößern oder verkleinern kann.
    Die paar verschissenen Flugzeuge am Himmel ist ein Vogelschiß im Vergleich zu dem Misthaufen der derzeitigen Neuvermietungshöhe von 20€/m2 warm. 10€ kalt gilt mitlerweile als preiswert im Kiez.

    Und…egal wer den Volksrntscheid initiiert oder unterstützt hat, es sind die nötigen Stimmen zusammengekommen und jeder konnte abstimmen und es gab ein Ergebnis. Das ist zu respektieren. Das nennt man Demokratie.
    Im übrigen wird Schönefeld sowieso nicht fertig bis 2020, das verspreche ich hier mal in die Runde, aber das Thema kommt hier ja in regelmässigen Abständen wieder vor, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    1. Blümchen

      Baugruppen haben in der Regel andere Themen, einfach mal „Bodentiefe Fenster“ lesen.

      „Und…egal wer den Volksentscheid initiiert oder unterstützt hat, es sind die nötigen Stimmen zusammengekommen und jeder konnte abstimmen und es gab ein Ergebnis. “ –> ein Volksentscheid ist also auch ok, wenn er zum Beispiel unrechtmässig zustande kommt oder Lobbygruppen manipulieren oder auch wenn das Thema unzeitgemäß ist oder nur eine sehr kleine Gruppe betrifft oder oder? Hilfe, da sind ja dann Korruption und weltfremden Denken Tür und Tor geöffnet nach Ihrer Definition.

      Es gab einen Volksentscheid und das Volk hat entschieden und Basta. Was ist das für eine Denke? Dieser Volksentscheid war populistisch (klingelt es da bei Ihnen) und unnötig und diskriminierend.

      Und was den Lärm angeht: Herr Hall hat hier mehrfach geschrieben, dass der krank macht. Ich möchte mit meiner Familie mich nicht freiwillig sowas aussetzen, wenn es nicht sein muss. Und meiner Gesundheit auch nicht, nur um ein Paar Euro Miete zu sparen. Wie dumm ist dass denn? Wenn Ihnen bezahlbare Mieten allerdings wichtiger sind, dann wissen sie ja wo in Berlin udn Umgebung da noch Möglichkeiten bestehen…und überhaupt, in welcher Großstadt in Europa (mal Wien ausgenommen) kann man noch günstig im Zentrum wohnen? Das ist rückwärtsgewandtes ideologisches kleingeistiges beschränktes Fantasiedenken. Leider. Wenn sie bezahlbare Mieten möchten, dann ist es echt einseitig sich da auf Tegel zu konzentrieren.

      1. Kenny

        @Blümchen
        Im vergangenen Text, der Antwort auf „HansWurst“, haben sie sehr viel über ihren Charakter offenbart.
        Lesen sie ggf. ihren Text noch einmal in ein paar Tagen durch. Vielleicht haben sie ja dann andere Erkenntnisse.
        Ich persönlich war ziemlich erschüttert über obigen Text und ihrer Denke.
        So long

        1. Blümchen

          Da nimmt dich ja jemand ganz schön viel raus wenn er meint aufgrund einiger Kommentare schon einen Großteil meines Charakters zu kennen. Wow. Klingt nach Selbstüberschätzung.

          Und um Sie nochmal zu schockieren: ich meine das völlig ernst, drücke mich halt vielleicht für Sensible etwas drastisch aus, aber das mag daran liegen dass ich aufgrund einiger Meinungen hier schon völlig entnervt bin. Wenn nochmal jemand behauptet er möchte den Flughafen und Lärm erhalten um Mietsteigerungen in Pankow zu entgehen dann kann ich nur sagen dass soviel Dummheit oder sagen wir Engstirnigkeit echt weh tut.

          1. Kenny

            @Blümchen
            Nicht alles was sie nicht verstehen ist falsch.
            Das sie „schon völlig entnervt sind“ kann man in vielen ihrer Sätze erkennen, nicht nur im besagten Text.
            Dramaturgie ist auch ihr Ding?
            Ich schrieb: … sehr viel über ihren Charakter offenbart.
            Ihre Fassung: … schon einen Großteil meines Charakters zu kennen.
            Erkennen sie den Unterschied?
            Anschließend kommt der Begriff „Selbstüberschätzung“ als Bewertung für mich hinten dran. Nunja. Das bestätigt meine Einschätzung nur erneut.
            Andere Foristen Werten oder Bewerten sie ja schließlich auch mit Begriffen wie „Dummheit“ oder „Engstirnigkeit“, um nur bei ihrem letzten Text zu bleiben.
            Kennen sie in der Kommunikation das Sender-Empfänger Prinzip?
            Kennen sie den Begriff „Diskussionskultur?
            Ich bleibe dabei. Schlafen sie mal ein paar Nächte darüber. Vielleicht haben sie anschließend ein paar andere Erkenntnisse über ihren eigenen Textinhalt.
            Unabhängig davon…. Bei der Bundeswehr gibt beispielsweise ein sogenanntes „Beschwerderecht“.
            Frühestens nach Ablauf einer Nacht bis zu maximal 14 Tagen ist bei der BW eine Beschwerde möglich. Allein um letzteres zu verinnerlichen haben sich bei mir die 12 Monate damals gelohnt.
            Daraus können sie jetzt zudem auf mein Mindestalter und auch das Maximalalter schließen.
            So long

      2. Max Müller

        >Ich möchte mit meiner Familie mich nicht freiwillig sowas aussetzen, wenn es nicht sein muss.

        Aber seit Jahren wohnen Sie hier und auch also absehbar war dass es noch Jahre weitergeht mit Tegel.

        Ein bisschen inkonsequent, man muss ja nicht in Pankow wohnen und woanders sind die Mieten sogar günstiger.

        1. Berend Hendriks

          @max Müller. So ein Unsinn und frei jedem Wissens. Seit 1996 wurde geplant, TXL zu schließen. 2006 wurde höchstrichterlich entschieden, dass TXL zur geplanten Eröffnung des BER in 2011 schließen muss. Wir wussten also, dass 2011 Schluss ist mit Fluglärm in Pankow. Die hier wohnen wurden also verarscht, denn sie gingen davon aus, dass nach der Eröffnung des BER endlich Ruhe ist. Inkonsequent sind die, welche nun alles wieder verändern wollen.

          1. Max Müller

            Mir gings darum das wenn man weiss dass es noch vier Jahre dauert sich trotzdem
            dem Lärm aussetzt, auch wenn es Alternativen gibt.

            In besagtem Urteil wurde beschlossen dass er schliessen darf, die Kläger hatten auf
            Offenhaltung geklagt.

            Schliessen muss er weil die Betriebsgehmigung weg ist und er entwidmet ist.

            Von daher ist die Offenhaltung schwierig und unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

        2. Blümchen

          Wer sagt denn dass ich Miete wohne? Und hergezogen bin ich noch vor 2011, als das Chaos für nicht eingeweihte noch nicht absehbar war. Umziehen ist nicht do leicht wenn Kinder eingeschult etc. Das überlegt man sich dann dreimal. Also was genau soll daran inkonsequent sein?

          1. Max Müller

            Na dann freuste dir über eine schöne Wertsteigerung 😉

            hmmm ich weiss nicht … auch wenn man die Kinder untergebracht hat lässt
            die Qualität der Schulen wegen massivre Überfüllung schon zu wünschen übrig.
            Manchmal wünscht man sich eine ruhige Landschule.

            Da darf man den Planern und Erbauern aus der Kaiserzeit noch dankbar sein dass sie so robuste Schulen gebaut haben wie die Arnold-Zweig. Denn wo die Modulbauten von heute in 100 Jahren sind, kann ich dir genau sagen.

  10. Poltergeist

    Kenny Freud: Sind Sie nun endlich fertig mit der Psycho-Session?

    1. Kenny

      @Poltergeist
      Das weiß ich heute noch nicht.
      Wenn es auf diesem Level weiter geht dann womöglich noch nicht.
      Ich verschenke halt ganz gern Spiegel oder Reflektoren wenn Unwissen auf Argumente zu Unsachlichkeit, Beleidigungen, Wertungen oder Bewertungen führen.
      …./
      Vielleicht kann in den kommenden Tagen hier jemand sachlich kurz berichten, welche neuen Erkenntnisse bei der Veranstaltung lt. Einleitungstext vermittelt wurden.

  11. HansWurst

    Danke Hans!
    Was @Blümchen angeht nehm ich mal die persönlichen Angriffe einfach so hin und lach mir eins und hoffe auf einen Nervenzusammbruch. Mein bescheidener Beitrag beinhaltet nur das was ich im Kiez auffange an Meinungen und Thema Nr. 1 sind bezahlbare Mieten, die es nur noch für Leute mit Altmietverträgen gibt, alles andere ist mitlerweile in absurde Profitsphären entronnen. Wohnen ist ein Menschenrecht, Fliegen nicht und deshalb stören mich die Flugzeuge da oben erstmal nicht, weil sollte der BER irgendwann eröffnen, sind andere vom Fluglärm betroffen, es ist also nur eine Verlagerung vom Norden nach dem Süden von Berlin. Problem scheint somit für Blümchen und diverse andere damit gelöst. Ich würde diese Auffassung mal als engsirnig, egoistisch und dumm bezeichnen. Flugpreise hoch mit div. Steuern, Autofahren im Zentrum verbieten, öffentlichen Nahverkehr ausbauen und von mir aus gratis anbieten usw., aber auch Blümchen verwelken irgendwann.

    1. Max Müller

      ja wohnen ist ein Menschenrecht, aber wohnen in Pankow nicht.

      Aber warum eigentlich nicht?

      Wir machen das so: wir bauen 500 Hochhäuser für je 3000 Menschen.
      Dann laden wir alle ein, nagut das reicht nur für die Hälfte der Berliner
      aber vllt. wollen ja gar nicht ALLE hier wohnen.

      Und fliegen kann auch keiner mehr drübr, weil die Häuser zu hoch sind.

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