Nicht nur der Weinrebell gibt auf

Von | 17. Oktober 2016

Oliven und Käse zum halben Preis

Was viele wussten, manche ahnten und einige erhofften: Alt-Pankow ist eben doch nicht Prenzlauer Berg. Auch wenn viel gebaut wurde und die Zahl der Kinderwagen zugenommen hat, bleibt die Gegend rund um die Florastraße eher beschaulich und frei von Touristenströmen. Das bekommen auch die aufstrebenden Gastronomen und Feinkosthändler zu spüren, die trotz der Gentrifizierungstendenzen zu kämpfen haben.

Der ambitioniert gestartete Weinrebell gibt schon nach anderthalb Jahren auf. Für das sehr aufwändig renovierte Ladenlokal in der Florastraße 15 wird ein Nachmieter gesucht. Laut Betreiber gab es zu wenig Laufkundschaft. Menschen aus anderen Bezirken kämen nicht zum Einkaufen in die Florastraße. Die kleine, weininteressierte Stammkundschaft reiche nicht. Auch der dienstälteste Weinladen, das Wichelhaus in der Florastraße 74, sucht einen Nachfolger. Inhaber Steffen Herrmann „ist guter Hoffnung, dass dieser Ort ein Hort des Genusses und der Begegnung bleiben wird“. Zunächst hatte er sich um einen Mitmieter bemüht, jetzt will er neue berufliche Wege gehen.

Zettel an der Tür des Tiriki

Das Café Tiriki von Daniela Tübel ist bereits seit ein paar Wochen geschlossen. Das Geschäft in der Florastraße 96 war zu saisonabhängig und der Personaleinsatz hoch. Tübel bleibt dem Kiez aber mit dem offensichtlich erfolgreichen Fritz Heyn in der Heynstraße 15 und ihrem Catering erhalten.

Mit dem Stück vom Glück in der Wilhelm-Kuhr-Straße 2 ist ein weiterer Laden im Angebot.  Im Internet wird das Café knapp zwei Jahre nach dem letzten Eigentümerwechsel als „gut laufend“ angeboten. Als Grund für den Verkauf werden „neue private und berufliche Ziele“ angegeben.

Auch die Tapasbar Esstilo in der Wollankstraße 133 sucht einen Nachfolger. Die Betreiberin bietet das Lokal nach 19 Jahren „schweren Herzens“ zum Verkauf an, da es sie „in naher Zukunft beruflich in eine neue Richtung zieht“.

Sollte jemand ganz von vorn anfangen wollen: In der Florastraße Ecke Heynstraße und Florastraße Ecke Mühlenstraße sind zwei weitere Flächen für Gastronomie auf dem Markt. Allerdings beide erheblich renovierungsbedürftig.

Korrektur: Das Liebes Bisschen in der Berliner Straße 6 steht nicht zum Verkauf. Dort gibt es wie gewohnt guten Kaffee, Snacks, Kuchen und in Kürze auch Suppen.

59 Kommentare zu “Nicht nur der Weinrebell gibt auf

  1. Max Müller

    Man muss sich aber schon fragen, warum man einen Weinladen aufmacht wenn in der Strasse schon zwei davon
    existieren, und nochmal zwei in kurzer Distanz. Dito mit dem Blumenladen. In diesem Fall belebt Konkurrenz nicht.

    Nicht nur die Gastronomen, auch die Geschäftsinhaber haben es nicht leicht.

  2. Uwe K.

    Das Weinangebot beider Läden ist zu hochpreisig. Bei Jaques‘ Weindepot am Rathaus und der riesigen Weinabteilung (mit inzwischen richtig guten deutschen Weinen) in Kaufland geht’s deutlich moderater zu.

    1. Max Müller

      Kunststück, die können natürlich günstiger einkaufen.

      Aber sicher werden Sie dort auch fundiert beraten 😉 Wenn sie auf jeden Cent gucken müssen sind Sie dort gut aufgehoben.

      Es gibt aufgrund der technischen Möglichkeiten (nicht panschen) fast gar keine richtig schlechten Weine mehr.

  3. A.

    Sehr sehr schade um den Weinrebellen. Der Wein dort ist lecker, der Käse auch, und das noch zu moderaten Preisen.
    Was vielleicht noch gefehlt hat, waren mehr warme Speisen.

    Dass die Touristen nicht in den Florakiez strömen, liegt daran, dass der Kiez, hoffentlich, in keinem Reiseführer erwähnt wird. Auch wenn es mal anders kommen sollte, werden wir trotzdem weiterhin durch die touristische Stadtgrenze geschützt sein: dem S-Bahn-Ring. Kaum ein Tourist überschreitet ihn, und das ist auch gut so…

  4. Johannes

    Die Kiezbewohner müssen auch die Angebote nutzen, dass sollte jedem klar sein, sonst kann keiner überleben, gerade in einem Kiez ohne Touris.
    Das fängt damit an, das Bücher ausschließlich im Buchladen zu bestellen sind und nicht bei Amazon, jeder Buchladen kann jedes Buch zum nächsten Tag bestellen und verdient auch etwas daran und durch die Buchpreisbindung sogar zum selben Preis. Pankebuch, Buchsegler und Disko Buch helfen bestimmt sehr gerne weiter.
    Die Blumen nicht bei Blume 2000, sondern bei Wild und Schön, Floragarten oder Blumengeschäft Becker in der Wollankstr. 128 kaufen. Den Wein eben nicht bei Jaques (ist eine Kette) oder Kaufland, sondern Wichelhaus oder Weinrebell oder Cavisimo oder oder…
    Das sollte jedem ein/zwei € mehr wert sein pro Flasche.
    Nun verschwinden 2 Weinläden von den genannten, ein neuer soll in der Glörschstr. zur Wollankstr. eröffnen, da gab es schonmal einen vor etlichen Jahren, vielleicht bekommt der mehr Unterstützung.
    Sicher sollte sich jeder Ladeneröffner gut überlegen, ob sein Konzept auch in den Kiez passt. Wenn es schon 4 Weinläden gibt, ist der 5. oder 6. eventuell überflüssig und man muß auch ein wenig den Nerv treffen, das ist aber das Risiko jeden Ladeneröffners, welches Angebot auch immer…
    Nicht jeder muß alles mögen, manchmal paßt auch die Chemie zwischen Laden/Ladeninhaber und Kunden nicht, deshalb ist eine buntes Angebot in der selben Branche wünschenswert.
    Aber!!! vor allem muss das Angebot genutzt werden. Wir wollen doch einen lebendigen Kiez, dann müssen wir auch etwas dafür tun und das fängt bei unserem Konsumverhalten an, mit Center, Ketten und Onlineshops meiden, wenn es das gleiche Angebot vor der Haustür gibt. Vielleicht kann der Florakiezblock da auch mit einer extra Seite unterstützend mitwirken und lokale Geschäfte für den jeweiligen Bedarf auflisten und ab und zu bestehende Örtlichkeiten besuchen und fragen, was hat sich geändert, was gibt es Neues, wünscht sich der eine oder andere Inhaber etwas?
    z.B. hat der alte Bäcker Hansi die Museumsbäckerei verlassen und ein neues jüngeres Gesicht verkauft uns jetzt das beste Brot Pankows, wenn nicht sogar Berlins.
    Solche Sachen interessieren die Leute, warum, weshalb…und bringt die lokalen Geschäfte immer wieder ins Gespräch.
    Gruß aus der Eiche

    1. Michael Waitz

      „,das (sic!) Bücher ausschließlich im Buchladen zu bestellen sind und nicht bei Amazon.“
      OMG, klingt nach identitärem Gesetzesentwurf mit Rechtschreibfehler.

      1. Max Müller

        Was hat das jetzt mit identitär zu tun?

        Es geht einfach darum, dass man nicht jedes Buch bei Amazon bestellen muss, wenn es auch
        beim lokalen Buchhändler geht. Ist sogar einfacher: kurze Email ist schneller geschrieben als
        die Website aufgerufen.

        Und manchmal ist es auch nett die ausliegenden Bücher in die Hand zu nehmen und anzulesen.
        Wenn die kleinen Buchläden weg sind ist es damit vorbei.

        Und Amazon setzt auch die Verlage unter Druck, so dass diese langfristig in Existenznöte kommen.
        Wer diese selber unterstützen will, kann auch direkt bei ihnen bestellen.

        1. Michael Waitz

          Ihre Argumente sind völlig richtig.
          Aber Ihr Ton ist es nicht.
          Bücher sind nicht ausschließlich im Buchladen zu bestellen. Sie können dies nicht als Imperativ aufstellen.
          Suum quique.

  5. Blümchen

    Ich vermisse ein gutes asiatisches Restaurant! Darf ich hoffen?

  6. Elisa

    In der Florastr. 62 ist die Floraklause schon längst zu.
    Ich vermisse überhaupt gute Qualität in den Restaurants. Zwei Burgerladen, zwei Italiener, ein Mexikaner… Alles mittelmäßig. In Berlin haben wir das Glück, das die Qualität des Angebots in letzter Zeit gestiegen ist und wenn ich für denselben Preis in der Schönhauserallee besseres Essen bekommen, nehme ich auch die Fahrt in Preis.

    1. Poltergeist rettet Florakiez!

      Sie trauen sich Restaurant ‚Firenze‘ als mittelmäßig einzustufen??? Unglaublich.

      1. A.

        Bei Firenze schmeckt es echt nicht gut. Da ist Rossini viel besser.

      2. Max Müller

        Es ist sicher ganz ok, man isst dort ordentlich, aber auch nicht die Offenbarung.

        Liegt vielleicht daran dass die Italiener dort nicht so ganz waschecht sind 😉

        1. Poltergeist rettet Florakiez!

          „nicht so ganz waschecht sind“ ist gut.
          Laut Impressum der Rossini-Webseite wird sogar der Inhaber noch nachgereicht …

          1. Mareike Müller 007

            Ach Poltergeist, das Rossini wird doch von ‚waschechten‘ Italienern betrieben! Aber sowas von. Statt auf der homepage rumzusuchen einfach mal mit dem Personal unterhalten, die werden auch nach Mitternacht manchmal noch im Lokal gesehen. Und den Grappa probieren, den es kostenlos zur Rechnung gibt. Der ist was ganz Besonderes. Wenn Du dann nachfragst, erfährst Du auch warum …

    2. Rokumir

      Hallo Elisa,

      kann ich verstehen, doch besseres Essen in der Schönhauser zum selben Preis????
      Es gibt hier im Florakiez genug gut und günstig…nur niemand geht hin…!

  7. Uwe K.

    @Max Müller: „Fundierte Beratung“ a) brauche ich nicht, b) bekomme ich in den beiden Läden auch nicht. Um meine Bonität müssen Sie sich keine Sorgen machen, ich schaue nicht auf den Cent, wohl aber auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das ist, bei gleicher Angebotsqualität, bei Kaufland deutlich besser. Oh wenn Sie wüssten, wie viele „richtig schlechte Weine“ es noch gibt!
    @Johannes: Es sind beileibe nicht nur „ein, zwei Euro pro Flasche“, informieren Sie sich.
    Das beste Brot Pankows und darüber hinaus Berlins, bestätigt der Chef der Berliner Bäckereiinnung“, backt seit etlichen Jahren die Bäckerei Pawlik in Wilhelmsruh. Deshalb fahre ich einmal pro Woche von der Florastraße dorthin und stelle mich geduldig in die Warteschlange.

  8. Max Müller

    Ja klar können sie das günstig mit TK-Pizza und Chips zusammen in den Wagen packen,
    aber darum geht es doch hier in dieser Diskussion nicht.

    Dann kann ihnen die fachkundige Verkäuferin im Kaufland sicher helfen die schlechten Weine doch lieber dort zu lassen.

  9. Blümchen

    Also ich finde Weinläden ja eher nicht so lebensnotwendig. Aber ich trinke ja auch nicht täglich. Für ab und an mal eine schöne Flasche zum verschenken gehe ich da schon mal rein, aber davon kann ja keiner leben.

    Die Betreiber des Firenze sind angeblich keine Italiener, sondern Albaner. Servicemässig sind sie echt spitze, aber das Essen ist wirklich meist eher mittelmässig und so Standard. Das mit dem Essen geht mir übrigens mit allen Restaurants hier so. Ich fahre dann auch lieber ab und an in den PB um mal was neues auszuprobieren. Davon mal abgesehen haben die meisten hier mit Kind gar keine Zeit und Lust andauernd in Restaurants abzuhängen, macht mit Kind nämlich meist keinen Spass. Jedenfalls geht es mir so. Es ist eben auch ein Wohnviertel und kein Touriviertel. Und die, die hier wohnen, wollen ja auch mal rauskommen und was neues sehen…

    1. André

      Hm. Geschmack ist bekanntlich eine subjektive Sache.
      Nun besteht das Firenze (laut Webseite) schon seit 2001 und ist unübersehbar stets gut bis sehr gut besucht, scheint also nicht zu den Kandidaten zu gehören, die bald wieder schließen (um beim Blogthema zu bleiben). So viel zur Mittelmäßigkeit.
      Aber mehr Vielfalt bei der lokalen Gastronomie wäre trotzdem schön.

      1. Blümchen

        Der Service dort ist ja auch gut und man kann dort gemütlich drinnen oder draußen sitzen. Ist im Kiez auch mein Favorit, aber geschmacklich könnten sie schon noch etwas zulegen, dass bestätigt mir auch immer mein ausserhalb des Florakiezes wohnender Besuch. Aber um einen Abend in schöner Atmosphäre hier im Kiez zu verbringen kann man dort nicht allzuviel falsch machen…und schliessen werden die sicher nie – und das ist auch gut so!

  10. Poltergeist rettet Florakiez!

    „Die Betreiber des Firenze sind angeblich keine Italiener, sondern Albaner.“
    Das ist eine komplett aus der Luft gegriffene Behauptung!
    Können Sie das bitte nachweisen? Und wenn nicht korrigieren?

    1. Blümchen

      nee kann ich nicht nachweisen, hat mir mal eine Bekannte erzählt. Ist ja aber auch nicht so wichtig wo sie genau herkommen, Hauptsache sie sind nett, und das sind sie, sogar sehr. Das Essen ist trotzdem nur mittelprächtig. Am besten Du fragst Sie mal persönlich und informierst uns dann alle.

      1. Poltergeist rettet Florakiez!

        „nee kann ich nicht nachweisen, hat mir mal eine Bekannte erzählt.“
        Liebe Frau Blümchen (ich gehe mal davon aus), genau damit habe ich immer ein Problem.
        Sie haben diese Info vom Hörensagen, typisches Dorfgequatsche.
        Fehlinformationseffekt also und unterschätzen Sie diesen Effekt („ist ja aber auch nicht so wichtig wo sie genau herkommen“) für Restaurant Firenze bitte nicht.
        Ich brauche da nämlich gar nichts zu fragen, ich weiß es schon.

        1. Blümchen

          Dorfgequatsche? An vielen Gerüchten ist ja auch was dran. Außerdem habe ich „angeblich“ geschrieben. Welchen Effekt soll das auf Firenze haben? Geht da jetzt plötzlich keiner mehr hin?

  11. Uwe K.

    @Max Müller: Warum wollen Sie mich beleidigen, indem Sie mir den Konsum von TK-Zeug und fettigen Chips unterstellen! Und wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Wie ich schon schrieb, brauche ich keine „fachkundige“ Beratung, ich bin selbst Fachmann.
    @Blümchen: Sie sollten nicht tratschen und Dinge behaupten, die Sie nur von Dritten gehört haben. Dem Firenze schaden Sie damit nicht, denn es ist das mit Abstand meistbesuchte Restaurant des Florakiezes. Und wenn die Lückenbauten in der Florastr. bezogen worden sind, dann wird’s für uns Stammkunden schwer, Platz zu finden.
    Und jetzt ein großes Geheimnis: Die Firenze-Betreiber sind Mazedonier.

    1. André

      Es ist sehr schade, dass einige Blog-Kommentatoren die Netikette vergessen (wie auf dieser Seite wieder zu erleben). Der Blog soll doch ein Bindeglied zwischen dem Kiez und seinen Bewohnern sein. Warum werden bei der Kommentierung eines sachlich geschriebenen Blog-Beitrages andere Kommentatoren so emotional persönlich angegangen? <<< rhetorische Frage
      Ich wünsche mir eine Versachlichung der Kommentare und bin mir sicher, dass es auch anderen so geht.

    2. Blümchen

      Ich habe ja nicht getratscht, und schlecht machen tue ich den Laden ja auch nicht. Und dass ich es nur vom Hörensagen weiß, ist doch nicht schlimm, war ja so gekennzeichnet „angeblich“. Sind ja nun auch wirklich keine Italiener, das war mir schon lange klar. Mir persönlich ist deren Herkunft jedoch egal, ich gehe ja da auch öfter hin, eben wegen dem guten Service und der Toplage.

  12. Maja Wiens

    Ich gebe es zu, ich trinke gar keinen Wein. Und ich bestelle sogar Bücher bei Amazon. Manchmal „rette“ ich Blumentöpfchen, die „Wild und Schön“ mit einem Hinweis „Nimm mich mit“ für 50 Cent anbietet, aber ich kaufe auch bei Blume 2000 und bei den beiden Männern mit Großmutter in der Florastraße und im Gemüseladen an der Ecke und… Muss ich mich jetzt schämen?

    Die Buchläden im Kiez haben es sicher schwer gegen Thalia und Amazon – aber haben nicht auch die Mitarbeiter dort oder dort das Recht auf einen Arbeitsplatz? Verkauft mir der sich selbstausbeutende Buchhändler, dessen Engagement ich absolut schätze, auch Futter für meinen E-Book-Reader? Demnächst gibt es E-Book-Reader bei Aldi.

    „Schuld“ an der Schließung von Läden sind eher nicht die Kunden oder Nichtkunden.

    https://www.freitag.de/autoren/maja-wiens/ich-mache-euren-krieg-nicht-mit

    1. Rokumir

      Nein nicht schämen, nur damit rechnen, das es bald nur noch Ketten gibt…

  13. Elisa

    Es ging nicht nur um das Firenze hier. Es gibt fast kaum ein Restaurant, was Qualität anbietet. Der Franz finde ich gut und da Sitz aber auch oft keiner… Und der Rossini-Betreiber ist übrigens auch kein Italiener.

    1. Mareike Müller 007

      Oh, bis heute dachte ich ja, Rom läge in Italien.

      Angenommen, der Rossinibetreiber wäre in Rom geboren, Sie jedoch behaupten, er wäre kein Italiener, dann ergibt sich daraus der Schluß, dass Rom nicht in Italien liegt. Oder? Darauf einen Grappa.

      Übrigens halte ich es für durchaus durchschnittlich, den eigenen Geschmack als allgemeingültiges Qualitätsurteil zu etablieren.

  14. Uwe K.

    So kann man die Wahrheit verdrehen. Das Franz ist absolut durchschnittlich, deshalb gehen da auch nur wenige hin, In punkto Qualität kann es sich mit dem Firenze, das fast immer gerammelt voll ist, nicht vergleichen, auch das Rossini ist nur durchschnittlich.

  15. Andrea

    @johannes Vielen Dank für Ihren Beitrag, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann.
    @ Uwe K. Was haben Sie eigentlich davon so unsachlich und unqualifiziert am Thema vorbei zu schwadronieren? Der Gipfel sind Ihre völlig daneben liegenden Restauranteinschätzungen und Ihre Selbstüberschätzung. Sie persönlich mögen das eine Lokal gut und das andere weniger gut finden. Das ist völlig in Ordnung. Aber einem Lokal ein durchschnittlich zu bescheinigen, weil da nur wenige hingehen ist wirklich jenseits von gut und böse. Wir sind Stammgäste im Franz. Hier wird eine gute Hausmannsküche angeboten und mit persönlichem Service unter der Berücksichtigung der speziellen Kundenwünsche in gemütlicher Atmosphäre serviert. Da wir weder ins Rossini noch ins Firenze gehen werde ich über diese Lokale nichts sagen.

  16. Uwe K.

    @Andrea: Hier meine „völlig danebenliegende Restauranteinschätzung“ des Franz aus dem November 2014 nebst „Selbstüberschätzung“.
    Anfang des Jahres eröffnete die kleine Restauration im Florakiez als Nachfolgerin von „Frau Sina“. Der Gastraum ist sehr klein, mehr als vier, fünf Tische passen nicht rein. Die regelmäßig wechselnde Speisekarte, die mit einigen Suppen, Eintöpfen und verschiedenen Gerichten, wie Quiches, Rouladen und Gulasch, aufwartet, ist recht übersichtlich. Kürzlich war ich mit einem Kollegen das erste Mal zur Mittagszeit dort. Außer uns stand nur eine Frau am Tresen und unterhielt sich mit der Gastwirtin. Bei dieser bestellten wir beide Bulette mit Spreewaldgurke und Kartoffelsalat. Und ein Glas Riesling. Der Preis für diesen Mittelklassetropfen ist mit 6 € für einen besseren Imbiss viel zu hoch veranschlagt! Das Essen kam dann, die Bulette war soweit okay, wenn auch nichts Besonderes, aber wir stellten schnell fest, dass der kühlschrankkühle Kartoffelsalat nicht selbst gemacht war, sondern vermutlich aus dem Fünfkiloeimer stammte, wie ihn etwa die METRO im Angebot hat. Auf Nachfrage bestätigte die Wirtin das und meinte, ihren Gästen würde das schmecken, deshalb müssten sie es nicht selbst zubereiten. Also wenn ich so etwas essen will, brauche ich nicht in ein Restaurant zu gehen, da erwarte ich mehr. Und man darf dann auch nicht damit werben, dass alles frisch und von Hand zubereitet sei. Zumal sich das Franz gegen zahlreiche gastronomische Mitbewerber behaupten muss. In unmittelbarer Nähe bzw. nur wenig entfernt befinden sich vergleichbare Einrichtungen wie die Cafés Schönhausen, Paula, Eigenartich, Wo der Bär den Honig holt, Tiriki, Stück vom Glück, Estillo und Schön & Gut. Von den zahlreichen größeren Restaurants und Imbissen ganz zu schweigen. Statt, wie wir mithören mussten, einer Bekannten ihr Leid zu klagen, wie schwer das Überleben sei, täten die Inhaber besser daran, konsequent auf Qualität zu setzen, alles selbst zuzubereiten und mit schmackhaften Speisen sowie pfiffigen kulinarischen Kreationen Gäste anzuziehen.

  17. Jutta G.

    Ich teile Ihre Einschätzung, UweK. Mir ist es dort ähnlich ergangen. Wir waren zu zweit dort und die einzigen Gäste. Das Essen war eine Enttäuschung. Außerdem fühlten wir vom Inhaber/Koch beobachtet, der laufend den Kopf aus der Küche steckte und zu uns hinüber sah.
    Übrigens sind mir User nicht geheuer, die sich als Kenner aufspielen, moralisch in die Brust werfen und Benimm-Zensuren verteilen.

  18. Andrea

    @Uwe K. Ich sag doch schwadronieren! Bei uns zu Hause sagt man auch dazu „Dummes Zeug schwätzen.“ Redundanzen und Halbwissen haben noch niemandem geholfen und Ihnen ist augenscheinlich in keinster Weise mehr zu helfen! Zur Information – aber eben auch eine Wiederholung …. das Tiriki hat geschlossen, das Stück vom Glück und das Estilo suchen einen Nachfolger … und beide Lokale sind hauptsächlich ein Café. Ebenso wie das von Ihnen zitierte „Wo der Bär den Honig holt.“ Und noch mal zum Franz: ein Restaurant in dem wir und durchaus auch andere gerne die hausgemachten Speisen zu uns nehmen. Und auf einen Nörgler und Querulanten wie Sie kann das Franz und bestimmt auch alle anderen verzichten! Von einer Antwort bitte ich abzusehen. Ich habe keine Lust auf ein Gespräch mit Ihnen. Basta!

  19. Uwe K.

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Die Bewertung stammt von 2014, da gab’s die Einrichtungen alle noch. Und genau diese von mir beschriebene unterirdische Franz-Küche habe ich erlebt. Sie geben das beste Beispiel dafür ab, dass die meisten, wenn ihnen die Argumente ausgehen, persönlich beleidigend werden. (Erstaunlich, dass Sie „Redundanzen“ orthographisch fehlerfrei hinbekommen haben.) Ihr oberlehrerhaft-zickiges Gesülze tangiert mich nicht im mindesten, da stehe ich turmhoch drüber. Bei uns zu Hause nennt man Leute wie Sie „Hanghühner“. Und jetzt halten Sie endlich Ihre vorlaute Klappe, ich werde Sie keiner Antwort mehr würdigen!!

  20. Jutta G.

    Oh Gott, diese „Andrea“ ist ja die reinste Krampfhenne!

  21. Poltergeist rettet Florakiez!

    Also ich schlage vor, dass Frau Andrea und Herr Uwe K. mal gemeinsam gemütlich beim Franz essen gehen! 😀
    Bitte wenden Sie sich vorher an Herrn Hanno Hall wegen Live-Übertragung oder Videoaufnahmen für uns!

  22. Sir Toerlesz

    Da könnte man beim Bummel durch den Kiez den Eindruck gewinnen, es sei eine gutbürgerlich-akademisch geprägte Gegend. Und hier liest es sich dann doch nur wie ein stinknormaler Dorfplatz. Vielleicht hab ich aber auch nur aus Versehen floratrolle.de angeklickt… ^^

    Zur Sache:
    Klingt banal, ist aber ebenso wahr: Wer lokales Gewerbe im Kiez will, sollte es auch unterstützen. Dass dabei nicht jeder jeden Laden oder Inhaber mag, ist ja auch ok – genauso wie ein wenig Dorftratsch. Dass dabei gegenseitig rumgegiftet werden muss, verstehe ich wiederum nicht. Zumal das nun lokalem Gewerbe kein Stück hilft – und uns als Kunden auch nicht.

    Was dagegen helfen kann, ist sich zu fragen, wie wir unseren Kiez gern hätten. Was braucht es, damit wir selbst den Kiez nicht nur als Wohn- und Schlafort nutzen sondern auch zum Leben. Ich glaube, dass sich darüber mit jedem der Gewerbetreibenden hier vortrefflich plauschen lässt. Dazu muss man nur in die Läden gehen und das Gespräch suchen.

    Ich find auch Erfahrungsaustausch unter Kunden also im Regelfall Anwohnern nicht schlecht und auch hilfreich. Bei all den „fachmännischen“ Urteilen hätte ich dann aber auch gern mal gewusst, um welche Art „Fachmann“ es sich handelt.

    Grundsätzlich find ich es schade um jeden Laden, der hier wieder schließt, und ich freue mich über jedes Angebot, das mir einen Grund liefert, mich hier im direkten Umfeld weiter umzuschauen und zuhause zu fühlen. Gegenseitige Vorhaltungen, Beleidigungen und derlei sorgen eher für das Gegenteil. Virtuell wie im richtigen Leben. Word!

    Und um mit gutem Beispiel voranzugehen:
    Ich bin nur Anwohner und Kunde, kein Fachmann mit oder ohne „. Ich gehe gern ins FRANZ, weil ich mich da wohlfühle, freundlich bedient werde und gutes Essen für einen fairen Preis bekomme. Mir ist egal, woher die Betreiber vom FIRENZE stammen, und ich respektiere, dass sie ihren Laden offenbar gut gefüllt bekommen. Und ich finde es vollkommen ok, wenn ich nicht mit der gesamten Nachbarschaft aus dem Kiez zusammen im gleichen Lokal sitzen muss. ^^

    Just saying!

    1. Blümchen

      Was soll denn noch fehlen? Mir fällt ausser einem gutem asiatischen Restaurant nichts ein. Vielleicht noch ein richtig guter Feinkostladen (mehr Essen als Trinken). Und wieso soll ich unbedingt in meinem Kiez leben wollen? Ich gehe hier zum Friseur, Blumen kaufe ich hier, Bücher bestelle ich in beiden Buchläden, Spielzeug kaufe ich auch, den Späti nutze ich sogar auch, Apotheke natürlich auch, Zweite Liebe, Secondhand, Kindertheater etc. Und ab und an wenn ich keine Lust habe weiter weg zu fahren, dann auch schon mal ein Restaurant und Café, obwohl ich mich hier nicht so gerne verabrede, da treffe ich mich dann doch lieber woanders mit Freunden.

      Tagsüber bin ich aber i. d. R. in einem anderen Kiez arbeiten und oft nicht vor 18 Uhr (wenn die Läden hier schliessen) zurück, vieles erledigt man dann auch in Stammläden unterwegs. Und da ich in Berlin wohne ist das auch ok, wenn man sich nicht ständig in einem Kiez aufhält, sondern auch offen bleibt für andere Bezirke, auch in der Freizeit. Sonst kann ich auch gleich in eine Kleinstadt ziehen…und ich will das jedenfalls nicht.

      Klar, wirklich schade um jeden Laden der hier schliesst, aber Angebot und Nachfrage regeln das hier und anderswo. Und mit gesundem Menschenverstand betrachtet wundere ich mich bei mindestens 30 % der Läden, wie diese hier gut existieren können, ohne Laufkundschaft wie z. B. in Prenzlauer Berg.

      Was (momentan) am meisten fehlt: Schulen, Kitas, Spielplätze, Parkplätze. Und natürlich bezahlbarer Wohnraum. Ich wäre dafür, einige der leerstehenden Gewerberäume in Wohnräume umzuwidmen, für altersgerechtes oder behindertengerechtes Wohnen zum Beispiel. Oder in Coworking Spaces für unsere Kreativen. Aber da diskutiere ich jetzt am Thema vorbei.

  23. A.

    Den Weinliebhabern unter uns (oder denen, die es vielleicht werden wollen), kann ich das Pankower Winzerfest, das heute beginnt, empfehlen. Dort habe ich vor zwei Jahren Weinflaschen zum Mitnehmen zum Listenpreis bekommen, also zum gleichen Preis wie beim Winzer vor Ort. Ein Traum, wenn man so weit weg von Weinanbaugebieten wohnt.
    Generell, und vor allem jetzt, da die Weinläden schließen, empfiehlt sich auch, Wein direkt beim Winzer zu bestellen. Mit ein paar Euro mehr für den Versand wird der Wein auch zu Listenpreisen nach Hause geliefert.

  24. Lars O.

    Die Diskussion an sich ist schon DER Hinweis auf die ganze Problematik hier im Florakietz. Anstatt sich zu freuen, das es hier endlich mal ein paar Leute gibt, die sich was trauen, etwas vorantreiben und mit der Verwirklichung Ihrer Ideen versuchen ein bisschen Programm, Leben und Kultur in den Florakietz zu bringen, gibt es eine grosse Gemeinsamkeit bei einem überwiegenden Teil der Anwohner hier- erstmal alles kritisch zu betrachten und sofort die Fehler und die Dinge zu sehen, die nicht gleich von Anfang an funktionieren und sich dann ergötzender weise in Kritik üben. Meistens sind das genau die Leute, die selber den Arsch nicht hochkriegen und nichts zustande bringen.
    Ein bisschen Ausdauer ist nicht nur bei den Ladenbesitzern gefragt, sondern auch bei den Gästen ! So sollte jeder Laden eine zweite Chance bekommen und nicht beim ersten Besuch, bei dem es vielleicht nicht optimal lief, den Laden gleich als schlecht abstempeln. Frustrierte Möchtegern- Gastrokritiker, die hier auf der Piazza Anonymus das Maul aufreissen, sollten dieses doch lieber gleich an Ort und Stelle benutzen und auf etwaige Unstimmigkeiten hinweisen- nur so kann sich ein Laden auch verbessern. Aber das ist typisch heutzutage- sobald etwas nicht hundertprozentig passt, wird es abgehakt und zum nächsten Punkt übergegangen- schade !

    1. Mareike Müller 007

      Nun ja, es gibt ja auch genug Punkte/ Locations, zu denen übergegangen werden kann. Ist halt so in der Marktwirtschaft, haben alle so gewollt. Gibt Gewinner, gibt Verlierer, muss man nicht rumheulen, wenn man zu letzteren gehört. Zweite Chancen – wozu? Wenn ich als Kunde wechseln kann?! ‚Erst kommt das Fressen, dann die Moral‘. Hat der olle Brecht schon ganz zutreffend festgestellt. Die Appelle könnt Ihr Euch also sparen. Wenn Kapitalismus/ Konkurrenz dann aber bitteschön auch richtig. Und nicht ein bißchen Solidarität/ Kooperation/ Sozialismus fordern zwischendurch, das ist doch sonst auch komplett out. Dann seid doch einfach mal konsequent.

      1. Max Müller

        Gute Mareike,
        man muss nicht gleich alles durcheinanderschmeissen, weil Solidarität hat mit Sozialismus wenig zu tun, weil Solidarität freiwillig erfolgt, und beim Sozialismus wird den einen weggenommen um den anderen zu geben.

        Und Marktwirtschaft ist auch nicht gleich Kapitalismus.

        Vom Handel profitieren alle, auch wenn er im Einzelfall mal schief geht.

        Oder wollen wir wieder Schlange stehen wenn es mal was zu kaufen gibt?

        1. Braamok

          Ab welchem Steuersatz befindest du dich denn deiner Meinung nach im Sozialismus?
          Theorethisch ja jetzt schon, weil der Staat dich durch deine Steuern zur Solidarität mit deinen Mitmenschen zwingt.
          Viel richtiger ist es wenn du das Ganze mal so formulierst: In einer (kollektiven) Gesellschaft geben Alle etwas für Alle.

  25. Uwe K.

    Oh, Herr Max Müller als Politökonom! „Beim Sozialismus wird den einen weggenommen um den anderen zu geben.“ Und in der kapitalistisch verfassten deutschen Gesellschaft, wo die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird? Da wird nicht genommen und gegeben?
    „Und Marktwirtschaft ist … nicht gleich Kapitalismus.“ Sondern? Ein Zwischending?
    Wie Sie schon richtig sagen: „man muss nicht gleich alles durcheinanderschmeissen.“!

  26. Braamok

    Schließungen sind traurig.
    Aber ich denke die allermeisten von uns haben sich schon gewundert, wozu es so viele Weinläden braucht.
    Ich war nur 2mal im Weinrebell aber war beide Male recht zufrieden mit der Beute. Es ist weder fair noch richtig zu behaupten, dass Angebot würde sich mit der Produktpallette von Kaufland decken, denn ich denke das Angebot ging sehr bewusst am Standart vorbei. (Gerade Uwe, der ja nachdrücklich hinweist keine Beratung zu brauchen, sollte das erkannt haben.) Trotzdem war ziemlich offensichtlich der Markt für Spartenwein besonders im Angesicht der Umfangreichen Konkurrenz von vornherein nicht gegeben.

    Im Wichelhaus (wie auch im Weinrebel) war die Beratung exquisit. Die Produktparlette war hier zwar etwas gewöhnlicher, aber leidenschaftlich nach Qualität ausgesucht. Der Laden war nett, aber nur gute Beratung ist auch kein wirklich standhaftes Konzept. Besonders im Angesicht dessen, dass der großteil der Produkte bei Kaufland billiger zu haben ist.

    Die Frage bleibt ob die Bar, der nächtliche Arm des Wichelhauses bestehen bleiben wird? Ich persöhnlich bevorzuge die Eiche, finde aber eine Bar auf der Florastrasse jetzt zumindest keine offensichtliche Fehlinvestition.

    Das Tiriki werde ich aber am ehesten vermissen. Die Preise waren wirklich gut und der Service immer nett. Das Problem war vielleicht, das es von Außen fälschlicherweise einen teureren Eindruck machte. Dieser Ganze kalte, helle, sterile weiss-lastige Stil, in der Bar, im Franz, im Weinrebell, im Wichelhaus und im Tiriki stralt einfach ein Level an Etepetete aus mit dem sich scheinbar selbst die Zugezogenen nicht wirklich identifizieren können.
    Die Eiche und die Italiener beweisen: Wärme, Gemütlichkeit und Kerzenlicht ist Trumpf.

    Der nächste Leere Laden wird wahrscheinlich der neue Blumenladen. Diese Ladeneröffnung war für mich ähnlich unnachvolziehbar wie die Öffnung des Weinrebellen.

    Aber was brauchen wir denn hier?
    Vielleicht kann sich der Heimwerker, der seine Fläche in den Arcaden verloren hat, in der Florastrasse ansiedeln. Persönlich fehlt mir hier die Baumarktalternative, aber auch ein Laden für einfache Rohmaterialien zum Basteln. Allerdings muss man bei dieser Art von Produkten mit wirklich scharfem Bleistift rechnen um die Miete aufzubringen.

    Auch fände ich einen Spieleladen hier wirklich gut. Also mehr in Richtung Cafe/Bar mit Spieleverkauf und Möglichkeiten zum Brett- oder Sammelkarten spielen.

    Was Restaurants angeht könnte man hier natürlich noch Einiges ansiedeln, solange die Qualität stimmt und es kein Italiener ist.

  27. Michael Waitz

    Es steht schon lange in der Schlange,
    jetzt „Brodi Bierbar“ gar schon lange,
    dass sie nicht eröffnen will.

    War früher dann auch mal ein Grill,
    ob ihn wohl jemand haben will?
    Ja doch, wenn`s gut ist, doch man sagt,
    der Pächter hat sich schon vertagt.

    Noch früher, wenn man es so will,
    hieß das Geschäft Brychcy Eisenwaren.
    Hier hört der Rhythmus auf zu fahren.

    Doch möglichst hilft hier Braaamok`s Flehen:

    Nicht Wein und Whisky soll es sein,
    nicht weiss und kühl und sortenrein,
    die Schraube muss nun wieder her,
    ok, der Brychcy war wohl der,
    von Kuchenform bis Schrauberbit,
    von Draht und Eisen bis zum Kitt,
    gabs alles bis auf diesen NoGo:
    der Thermomix war niemals Promo.

    So bleibt der Ort nun seltsam leer,
    auf diesen unsren Erden,
    „Wo jetzt noch Städte stehn, wird eine Wiese sein,
    Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden.“
    (A. Gryphius, 1637)

    Mit viel Augenzwinkern
    Michael Waitz

  28. Uwe K.

    „gabs alles bis auf diesen NoGo:
    der Thermomix war niemals Promo.“
    Reim Dich, oder ich brech Dich!

  29. Thomas

    Der Weinrebell, die Auswahl dort und das Ambiente werden mir fehlen. Eine Beratung war mir oft nicht allzu wichtig, ich weiß was ich gern trinke. Wichtiger war, dass ich bei meinen Besuchen oftmals für mich neue Erzeuger entdecken konnte. Sicher ein Laden für Freaks von Freak(s). Authentisch und mit realistischen Preisen für das, was Wein auch sein kann: Handwerk Wein. Alles gute der Mannschaft!

  30. die bar

    Ihr lieben Kiezbewohner, die BAR bleibt.
    Ich gebe nicht auf und halte durch!

    Eure Verena P.

    Hier nochmal die Adresse: Florastraße 10

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